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VW-Mitarbeiter nimmt einen der ersten ID. Buzz in Baunatal entgegen

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Von: Sven Kühling

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Stolz: Ralf Hüge übernimmt im Kundencenter des Baunataler VW-Werks einen der ersten ID. Buzz überhaupt. Das rein elektrische Fahrzeug ist der Nachfolger des legendären „Bulli“ von Volkswagen.
Stolz: Ralf Hüge übernimmt im Kundencenter des Baunataler VW-Werks einen der ersten ID. Buzz überhaupt. Das rein elektrische Fahrzeug ist der Nachfolger des legendären „Bulli“ von Volkswagen. © Sven Kühling

VW-Mitarbeiter Ralf Hüge nimmt einen der ersten ID. Buzz in Baunatal entgegen. Für den 54-Jährigen trotz viel Erfahrung ein Highlight.

Kassel/Baunatal – „Das ist ein echtes Highlight“, sagt Ralf Hüge mit einem Lächeln im Gesicht. Der 54-Jährige aus Schauenburg-Elgershausen ist einer der ersten Mitarbeiter aus dem VW-Werk Kassel in Baunatal, der den ID. Buzz – den neuen, rein elektrischen „Bulli“ – im Kundencenter in Empfang nimmt. „Das ist erst der dritte“, sagt Kundencenter-Leiter Christoph Becker.

Nicht nur die an die Kult-Busse aus den 70er-Jahren erinnernde zweigeteilte Lackierung glänzt und strahlt an diesem Tag vor Weihnachten. Auch Ralf Hüge tut es. Er macht sich und seiner Familie mit dem Auto quasi ein großes vorgezogenes Weihnachtsgeschenk. Der 14-jährige Sohn Norick ist mitgekommen. „Das Design ist echt cool“, sagt er.

Ralf Hüge müsste eigentlich abgebrüht sein in Sachen Fahrzeugannahme im Kundencenter. Schließlich ist der ID. Buzz bereits das 70. Auto, das er über die Konditionen für Werksangehörige bestellt hat. Vom Fox über den Polo bis zum Touareg waren viele VW-Modelle dabei. Allein 20 Golf hat er in den 35 Jahren seiner Tätigkeit im Baunataler Werk in Empfang genommen. „Auch einen GTI und ein Cabrio.“

Mit zwei E-Golf hat der Mitarbeiter aus der Werk-Logistik bereits den Einstieg in die Phase der Elektromobilität gewagt. Mit der Einführung der ID-Modelle sei für ihn 2020 das Elektrozeitalter aber noch mal neu angebrochen, sagt er. „Wir haben auch schon eine Wallbox zum Laden am Haus.“

Viele Teile für den ID. Buzz werden am nordhessischen Standort gefertigt, erklärt Logistik-Leiter Michael Fischbach, der Chef von Ralf Hüge. „Pressteile aus der Halle 2 sind in dem Auto drin“, sagt er. „Auch der Antrieb kommt von hier.“

Poliert letzte Schmutzstellen weg: Azubi Jannis Rudolph will für den Kunden alles perfekt machen. Im Innenraum ist nicht alles hochmodern. Die Haltegriffe stammen beispielsweise aus der Zeit des VW Käfer.
Poliert letzte Schmutzstellen weg: Azubi Jannis Rudolph will für den Kunden alles perfekt machen. Im Innenraum ist nicht alles hochmodern. Die Haltegriffe stammen beispielsweise aus der Zeit des VW Käfer. © Kühling, Sven

Zunächst gebe es einen Heckantrieb mit 204 PS, demnächst komme dann die ebenfalls in Baunatal gefertigte Vierradvariante hinzu. Und ab Herbst werde das Auto mit dem ebenfalls am Standort gebauten noch stärkeren Elektromotor „Performance“ zu haben sein. „Der hat noch mehr Leistung“, betont der Logistik-Chef. „Mit dem ID. Buzz geht das vierte vollelektrische Fahrzeug der ID. Family an den Start“, sagt Fischbach weiter. „Ich freue mich sehr darüber, dass wir mit dem Kasseler Team einen großen Beitrag dafür leisten.“

Während Fischbach und Becker dem Kunden noch ein Modell des ersten VW-Busses T 1 überreichen, poliert Auszubildender Jannis Rudolph mit einem Tuch ein paar Schmutzstellen am blau-weißen ID. Buzz weg. Es soll für Ralf Hüge einfach alles perfekt sein.

Und dann bekommt der Kunde von Christoph Becker noch eine Kurzeinweisung für die Technik im Auto. Da ist aber – ganz bewusst – nicht alles top-modern. „Die Haltegriffe im Innenraum sind retro“, sagt Michael Fischbach. Die Schlingen in Kopfhöhe stammen quasi aus dem Käfer. Kurz danach fährt Ralf Hüge durch das Tor des Kundencenters davon. Es wird nicht das letzte Fahrzeug sein, das er hier übernimmt. „Die 100 will ich auf jeden Fall vollmachen.“

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