VW-Werk begrüßt neue Mitarbeiter

Im VW-Werk in Baunatal bleibt es bei 180 Auszubildenden

Für jeden Beruf ein Azubi: Personalchef Stefan Kreher (links), Werkleiter Jörg Fenstermann, die stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Ulrike Jakob (beide dazwischen) und Akademie-Leiter Jens Dembowski (rechts) begrüßten die jungen Frauen und Männer auf dem Dach der Fabrik.
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Für jeden Beruf ein Azubi: Personalchef Stefan Kreher (links), Werkleiter Jörg Fenstermann, die stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Ulrike Jakob (beide dazwischen) und Akademie-Leiter Jens Dembowski (rechts) begrüßten die jungen Frauen und Männer auf dem Dach der Fabrik.

Fachinformatiker, Gießereimechaniker, Elektroniker für Automatisierungstechnik und Auszubildende im Dualen Studium – sie alle hatten am Mittwoch beim Fototermin für die Zeitung einen guten Blick vom Dach des VW-Werkes auf die Region. Beim größten Arbeitgeber im Raum Kassel begannen an diesem Tag insgesamt 180 neue Azubis. Wegen Corona konnte jeweils nur ein Vertreter pro Beruf seinen Ausbildungszweig präsentieren.

Baunatal/Kassel – Ihn interessiere sowohl der Bereich der Elektronik als auch die Mechanik, sagte beispielsweise Finn Maurer. Der 16-Jährige aus Edertal-Bringhausen ist froh, einen Ausbildungsplatz als Mechatroniker bekommen zu haben. „Das ist der beste Arbeitgeber der Region“, sagte er selbstbewusst.

Werkleiter Jörg Fenstermann hob einen VW-typischen Aspekt hervor. „Volkswagen übernimmt alle“, sagte er zu der Übernahmegarantie für die jungen Männer und Frauen. „Das hier sind die 180 neuen Mitarbeiter.“

Laut Akademieleiter Jens Dembowski bewegen sich die Ausbildungsinhalte immer mehr in der Welt von IT und Digitalisierung. Bei den reinen IT-Berufen liege der Frauenanteil bei 19 Prozent, so Dembowski. Da wolle man aber gerne noch mehr weibliche Interessenten haben. Insgesamt bewege sich der Frauenanteil in der VW-Akademie bei 22 Prozent. „Wir haben 30 Prozent als Ziel“, so Personalchef Stefan Kreher. Zwar gebe es auch in den klassischen Berufen – wie etwa beim Industriemechaniker – immer mehr IT-Anteile, so die Verantwortlichen. „Wir brauchen aber genauso die Berufe für die mechanischen Produkte“, betonte der Werkleiter.

Fenstermann und Kreher hatten eine gute Nachricht für künftige Bewerber im Gepäck. Es bleibe auch 2022 bei der Zahl von 180 Auszubildenden im Werk Kassel, zu denen auch die Starter in einem Dualen Studium zählen. Diese kombinieren die klassische Berufsausbildung etwa mit dem Studiengang Maschinenbau an der Uni Kassel.

Die stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Ulrike Jakob freute sich über gleichbleibende Bewerberzahlen für die Fabrik in Baunatal sowie die Verankerung der Einstellungszahl von 180. Diese sei erst bei den jüngsten Tarifverhandlungen wieder festgeklopft worden. „Es ergibt sich so eine Perspektive für junge Leute aus der Region“, sagte die Betriebsrätin.

Jannis Rudolph will Industriemechaniker werden. Ihn interessiere die Arbeit mit den Maschinen, „und wie man sie repariert“. Der 17-Jährige aus Habichtswald-Ehlen geht damit in einen der klassischen Berufe.

Laut Karsten Roth von der VW-Akademie bleibt den jungen Leuten nicht viel Zeit zur Eingewöhnung. „Erst kommt eine Einweisung in alle Prozesse“, sagte er. In einem der ersten Lehrgänge werde dann ein kleiner Elektromotor gebaut – passend zur großen Aufgabe E-Mobilität am Standort. (Sven Kühling)

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