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VW-Konzern investiert 1,2 Milliarden Euro ins Werk Kassel

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Von: Sven Kühling

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Kompetenzzentrum E-Mobilität: Im Baunataler Werk arbeiten bereits 4000 Menschen in dem Bereich. Die Produktionslinien sollen verdoppelt werden.
Kompetenzzentrum E-Mobilität: Im Baunataler Werk arbeiten bereits 4000 Menschen in dem Bereich. Die Produktionslinien sollen verdoppelt werden. © Sven Kühling

Kassel/Baunatal –Die Zahl der Produktionslinien für E-Antriebe soll bis 2026 im VW-Werk Kassel verdoppelt werden. 1,2 Milliarden Euro investiert der VW-Konzern in Baunatal bis dahin.

Das VW-Werk Kassel in Baunatal wird „zum Schlüssellieferanten für die E-Mobilität im Konzern und zum Kompetenzzentrum für den gesamten E-Antriebsstrang“. Das geht aus einer Pressemitteilung zu einem Standortsymposium mit Vertretern des Vorstandes und des Gesamtbetriebsrates am Freitag hervor. Bis 2026 sollen rund 1,2 Milliarden Euro in Baunatal investiert werden. Die Zahl der Produktionslinien für E-Antriebe soll bis dahin von jetzt 18 auf 36 verdoppelt werden, heißt es weiter. Außerdem will das Werk ab 2025 in die Fertigung von Puls-Wechselrichtern einsteigen.

Als konzernweites Kompetenzzentrum für E-Antriebe entwickele Kassel im Verbund mit den Marken Volkswagen und Audi den elektrischen Antriebsstrang der künftigen Scalable Systems Plattform (SSP), teilt Sprecher Heiko Hillwig mit.

Der neue Pulswechselrichter werde in Nordhessen selbst entwickelt und produziert. Als zentrale Steuerungs- und Regelungseinheit sei er quasi das Gehirn des Antriebsstrangs und ein Schlüssel zu geringeren Stromverbräuchen, größeren Reichweiten und höherer Leistung. Der Erstanlauf des Bauteils noch für die Vorgänger-Plattform MEB am Standort ist für 2025 geplant. „Für dessen Industrialisierung sind innovative Fertigungsverfahren mit eingeflossen, die am Standort entwickelt wurden“, so Hillwig.

Das erste Modell auf der neuen SSP-Plattform wird der Trinity sein. Das hatte VW-Vorstandschef Herbert Diess kürzlich bei der Jahrespressekonferenz des Konzerns in Wolfsburg angekündigt. Der ID.-Nachfolger soll ab 2026 in Wolfsburg in einem für zwei Milliarden Euro neu gebauten Werk zusammengesetzt werden.

Zusätzlich entstehe dort für die Entwicklung der SSP für 800 Millionen Euro ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum. Die SSP werde künftig die einzige Konzern-Plattform sein – „sie ist auf elektrische und autonome Mobilität ausgelegt“, hieß es im März. Auch Leichtmetallteile für den flacheren Unterbau sollen aus Kassel kommen. Mit dem Know-how der Experten in Europas größter Leichtmetallgießerei sei ein innovatives Verfahren für den Strukturteileguss entwickelt worden. (Sven Kühling)

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