Moderne Technik statt Aktenordner

Feuerwehren in Baunatal sind dank Tablets nun schneller vor Ort

Grund zur Freude: Sieben neue Tablets konnte Stadtbrandinspektor Ralf Seitz (links) an die Ortsteilfeuerwehren übergeben. Der stellvertretende Wehrführer von Kirchbauna, Nikolai Dippel (Mitte) und der Vorsitzende des Feuerwehrverein Altenbauna wissen den Nutzen der Geräte zu schätzen.
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Grund zur Freude: Sieben neue Tablets konnte Stadtbrandinspektor Ralf Seitz (links) an die Ortsteilfeuerwehren übergeben. Der stellvertretende Wehrführer von Kirchbauna, Nikolai Dippel (Mitte) und der Vorsitzende des Feuerwehrverein Altenbauna wissen den Nutzen der Geräte zu schätzen.

Wenn die Feuerwehr in Baunatal jetzt zu einem Einsatz ausrücken muss – und das war im vergangenen Jahr immerhin 300 Mal der Fall – dann bleibt ihnen dank neuer Tablets viel Bürokratie erspart.

Baunatal - Im Einsatzraum steht noch ein großer Aktenschrank gefüllt mit roten Ordnern. Fein säuberlich sind dort Unterlagen über eventuelle Einsatzorte mit Lageplänen, Grundrissen von Gebäuden oder Markierungen der Hydranten abgeheftet. Diese Ordner sollen bald der Vergangenheit angehören.

Stadtbrandinspektor Ralf Seitz stellte der Feuerwehr in Altenbauna sieben neue Tablets vor, die an die einzelnen Baunataler Ortsteilwehren verteilt werden. „Das ist ein großer Schritt in Richtung Digitalisierung der Feuerwehren“, sagte Seitz im Beisein der Vorsitzenden der Feuerwehrvereine und Angehörigen der aktiven Wehr. „Alle notwendigen Angaben zum Einsatzort werden jetzt digital dargestellt.“ Die handlichen Tablets, natürlich mit einer roten Schutzhülle, liegen einsatzbereit in den jeweiligen Leitfahrzeugen und sind somit jederzeit griffbereit. „Einsätze der Wehren erfordern viel Bürokratie, das wird jetzt leichter“, erklärte der stellvertretende Wehrführer von Kirchbauna, Nikolai Dippel, der das funktionale Gerät erläutert.

Der Einsatzort wird mit der Tastatur eingegeben und eine Landkarte erscheint auf dem Bildschirm – Adresse, Zufahrten, Gebäudehinweise und Markierungen sind sofort zu sehen. Die Route lässt sich berechnen und die Einsatzkräfte können sich leiten lassen. „Bei einer Stadt mit so vielen Ortsteilen und Straßen ist es keine Schande, nicht jede einzelne Straße zu kennen“, erläuterte Dippel. „Da nicht alle Fahrzeuge mit einem Navigationsgerät ausgestattet sind, ist das Tablet auch zum Navigieren eine große Hilfe, schnell zum Einsatzort zu kommen.“

Rund zwei Jahre hat es gedauert, bis die Geräte angeschafft und die notwendigen Daten eingepflegt werden konnten. „Natürlich müssen wir die Geräte ständig auf dem aktuellsten Stand halten“, bemerkte Seitz. Sein Dank ging an die Feuerwehrvereine in Baunatal, die mit viel Geld und Sachverstand zum Gelingen des Projektes beigetragen hätten. (Lutz Herzog)

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