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Feuerwehrhaus in Guntershausen: Sanierung trotz Hürden gelungen

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Von: Daniel Göbel

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Gerätehaus der Feuerwehr Guntershausen.
Das sanierte und erweiterte Gerätehaus der Feuerwehr Guntershausen im alten Ortskern ist für Bürger im Fall eines großflächigen Stromausfalls erste Anlaufstelle. Das Gerätehaus ist nämlich stromtechnisch autark. © Daniel Göbel

Seit gut einem Jahr ist das sanierte und erweiterte Gerätehaus der Feuerwehr im Baunataler Stadtteil Guntershausen nun schon in Betrieb. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde es aber erst jetzt in einer Feierstunde offiziell an die Feuerwehrkameraden übergeben – und die zeigen sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Baunatal – „Auch wenn der Umbau leider mehrere Jahre dauerte, hat sich die Mühe auf jeden Fall gelohnt“, sagt Wehrführer Jan Norwig gegenüber der HNA. Besonders die Vergrößerung des Gebäudes und die großzügigeren Umkleiden seien ein wesentlicher Faktor dafür, dass es im Gerätehaus nun deutlich entspannter zugeht als früher. „Wir hatten immer nur einen kleinen Umkleideraum für Frauen und Männer zusammen. Nun sind die Umkleideräume getrennt und mit Duschen ausgestattet. Für die Jugendwehr gibt es separate Umkleidespinde. Das Gerätehaus ist jetzt viel funktionaler ausgestattet und auf die Bedürfnisse der Einsatzkräfte abgestimmt“, so Norwig.

Dazu zähle etwa auch eine neue Küche, wodurch sich die Feuerwehrleute besser verpflegen könnten. Und auch für die Bewohner im Ort sei das erweiterte Gerätehaus ein Gewinn und schaffe mehr Sicherheit. Denn im Falle eines großflächigen Stromausfalls ist es für die Guntershäuser erste Anlaufstelle.

Das Feuerwehrhaus befindet sich im alten Ortskern von Guntershausen und ist über die Dorfstraße erreichbar. Das Gebäude bestand zuvor aus einem eingeschossigen Funktionsgebäude aus dem Jahr 1998 mit angrenzender Fahrzeughalle aus dem Jahr 1979. Der Komplex ist nicht unterkellert. In der Fahrzeughalle ist ein Löschgruppen- sowie ein Mannschaftstransportfahrzeug untergestellt. Ein Umkleidebereich für die Feuerwehrleute mit Dusche und WC befand sich unmittelbar daneben. Im neueren Funktionsgebäude war der Schulungsraum mit Teeküche und einem weiteren WC angesiedelt. Die Anforderung nach Geschlechtertrennung in den Umkleiden und Sanitärbereichen machte in der Folge eine Umstrukturierung und Erweiterung des Grundrisses nötig, erklärt Stadtsprecherin Susanne Bräutigam auf Anfrage.

Die Umkleiden befinden sich zusammen mit dem neuen Wehrführerbüro im Erdgeschoss. Eine Treppe führt ins Obergeschoss des aufgestockten Funktionsgebäudes, in das nun der Schulungsraum verlagert wurde. Ihm angeschlossen ist die neue Küche. Insgesamt kommen etwas mehr als 140 Quadratmeter Nutzfläche hinzu.

Begleitet wurde das Projekt von zahlreichen Schwierigkeiten und Hürden. Schon 2014 hatte die Wehr einen Antrag für das Projekt gestellt. 2018 ging es dann erst los. Doch schon nach dem Abriss des alten Trakts tat sich die erste Hürde auf: Die Bodenverhältnisse für den Anbau erwiesen sich als schwierig. Im Sommer 2019 wurde dann keine Baufirma gefunden, es gab zudem Engpässe bei Baumaterialien.

Im Herbst 2019 kündigte die Stadtverwaltung an, der Neubau werde im Frühjahr 2020 endlich fertig. Doch dann bremste die Pandemie die Arbeiten wieder aus. Die veranschlagten Kosten stiegen von 800 000 auf 865 000 Euro.

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