Solidaritätsprojekt

Lebensnotwendiges am Gabenzaun - Initiative in Baunatal soll Ärmeren durch Coronakrise helfen

+
Hingen am Dienstag die Tüten am Gabenzaun auf: die SPD-Landtagsabgeordnete Manuela Strube (von links) mit den Helfern Ciuffreda Filomena, Karl-Heinz Spohr, Wilhelm Uckermann und Matthias Eskuche.

Seit Dienstag gibt es in Baunatal einen Gabenzaun – für alle, bei denen in diesen Tagen das Geld knapp wird und die Lebensmittel sowie Hygieneartikel benötigen.

Zu finden ist er bei der Shell-Tankstelle auf dem Weg Richtung Marktplatz an der Marktgasse. „Die Baunataler Tafel hat ja derzeit geschlossen“, sagt Manuela Strube, Mitglied des Landtags und der SPD Baunatal. Deshalb sei die Idee entstanden, Bedürftige an einem Zaun mit Lebensmitteln zu versorgen.

Derzeit gibt es laut Strube etwa acht Helfer, die sich bereit erklärt haben, sich um den Gabenzaun zu kümmern. Am Dienstag wurden die ersten Tüten mit Lebensmitteln aufgehangen, weitere werden folgen. Immer morgens fahren zwei Helfer nun zum Aldi-Markt in Baunatal, erzählt Strube – der spendet einige Lebensmittel. Damit werde dann der Gabenzaun bestückt. Baunataler seien aber auch dazu eingeladen, selbst für etwa 10 bis 15 Euro einzukaufen und etwas in einer Tüte an den Gabenzaun zu hängen – natürlich nur, wer es sich leisten kann und dazu bereit ist. 

„Wir haben drei Paletten von Aldi erhalten“, sagte Strube am Dienstag – mit so vielen Lebensmitteln habe man gar nicht gerechnet. Nun hängen sie alle in Papiertüten am Gabenzaun, manche haben vielleicht auch schon die ein oder andere mitgenommen. Von der Plastikfolie sollte man sich übrigens nicht abschrecken lassen, betont Strube: Sie sei dafür da, dass die Tüten und die Lebensmittel bei Regen nicht nass werden. Außerdem haben die Helfer kleine Stoffschafe für Kinder an den Zaun gehangen.

Prinzipiell ist der Gabenzaun jedoch für Lebensnotwendiges gedacht: etwa für Obst, Gemüse, Nudeln, Reis und Essen in Konserven. Auch Hygieneartikel wie Taschentücher Tampons, Binden, Seife, Zahnbürsten und Zahnpasta würden benötigt. Verderbliche Lebensmittel, die gekühlt werden müssen, gehören nicht an den Gabenzaun. Die Helfer bitten darum, die Waren getrennt nach Sorte in Tüten oder Taschen zu packen, diese zu beschriften und an den Zaun zu hängen. Altkleider und Bücher, DVDs oder Ähnliches sollten dort nicht abgestellt werden. Laut Strube ist es auch möglich, das Projekt finanziell zu unterstützen.

Kontakt: Tel. 0160/96795932 (wochentags 9 bis 13 Uhr), info@spd-baunatal.de, spd-baunatal.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.