Anbau 65.000 Euro teurer

Gerätehaus der Feuerwehr Guntershausen wird erst später fertig

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Baustelle ruht: Der Gerätehaus-Anbau in Guntershausen, der eigentlich diesen Herbst fertig werden sollte, kann erst nächstes Jahr eingeweiht werden. 

Die Baustelle neben der Fahrzeughalle der Freiwilligen Feuerwehr Guntershausen für ein neues Gerätehaus ruht schon seit August, erst nächste Woche soll es weitergehen.

Baunatal - Aus alt und klein mach’ neu und größer: Das war die Idee der Stadt Baunatal bei der Errichtung des Anbaus am Feuerwehrgerätehaus in Guntershausen. Wie sich jetzt herausstellt, kann ein solches Vorhaben ganz schön hürdenreich sein. Statt in diesem Herbst wird der Bau, der für die Wehrleute neue Sanitär- und Umkleideräume, Büro- und Versammlungsräume schafft, erst im Frühjahr 2020 fertig – so die Aussage von Baunatals Pressesprecherin Susanne Bräutigam. Und damit nicht genug: Das einmal auf 800.000 Euro veranschlagte Projekt wird deutlich teurer als geplant.

Schon im September vergangenen Jahres hatte man mit dem Abriss des alten, zu klein gewordenen Anbaus begonnen. „Bereits zu Beginn des Umbaus gab es aufgrund schwieriger Bodenverhältnisse Komplikationen, die zu ersten Verzögerungen und Mehrkosten führten“, sagt Bräutigam. Dem ursprünglichen Plan, die Außenwände und die Bodenplatte des Bestandsgebäudes zu erhalten, habe die mangelhafte Statik einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der lange Stillstand am Bau sei unter anderem durch Lieferverzögerungen beim Hersteller der beauftragten Fensterbaufirma verursacht worden.

Darüber hinaus ist die Stadt wohl ein Opfer des Baubooms geworden. Sie sei von der angespannten Lage auf dem Markt von Preissteigerungen und Verzögerungen betroffen, erklärt die Pressesprecherin. Die Mehrkosten des Projekts belaufen sich, so Bräutigam, nach vorläufiger Schätzung auf 65.000 Euro. Allerdings liegen laut Bräutigam bisher nur die Schlussrechnungen von drei Gewerken vor.

Nächste Woche soll es mit dem Einbau der Fenster endlich weitergehen. Anschließend könne man den Innenausbau mit den Arbeiten rund um Elektro, Heizung, Sanitär, Putzarbeiten und Estrich in Angriff nehmen, teilte Bräutigam mit. Ab Mitte Oktober würden die Hausanschlüsse für Wasser, Gast und Strom gesetzt.

Die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr sei trotz der Hürden am Bau stets gewährleistet, betonte Bräutigam gegenüber der HNA. Die Löschwagen der Wehr stünden die ganze Zeit über in der Fahrzeughalle für Alarmfahrten bereit. Die Wehrleute können sich laut der Pressesprecherin in einer Interims-Umkleide in der benachbarten kleinen Garage umziehen.

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