Interview

Gerrit Jungk ist neuer Vorstand der BDKS und berichtet über Herausforderungen

Gerrit Jungk ist neuer Vorstand der Baunataler Diakonie Kassel (BDKS).
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Gerrit Jungk ist neuer Vorstand der Baunataler Diakonie Kassel (BDKS).

Seit Kurzem ist Gerrit Jungk der neue Vorstand der Baunataler Diakonie Kassel (BDKS).

Baunatal – Er hat damit das Amt von Joachim Bertelmann übernommen, der in den Ruhestand gegangen ist. Im Interview berichtet er von den Stärken und Herausforderungen der diakonischen Einrichtung.

Wie verliefen Ihre ersten Wochen als BDKS-Vorstand?
Ich wurde sehr herzlich aufgenommen, mit viel Offenheit, Wärme und Empathie. Der BDKS-Werteverbund ist eine sehr große Organisation mit vielfältigen Aufgaben. Hier erkenne ich eine hohe Professionalität und eine große Wertschätzung gegenüber den Menschen.
Konnten Sie sich schon gut in Ihre neue Aufgabe einarbeiten oder steht Ihnen das meiste noch bevor?
Die vollständige Einarbeitung erfordert in einer Organisation wie der BDKS naturgegeben sehr viel Zeit. Gleichwohl glaube ich, mittlerweile einen guten Überblick aus der „Cockpit-Perspektive“ zu haben.
In welchen Bereichen ist die BDKS Ihrer Meinung nach gut aufgestellt?
Nicht ohne Grund heißt es: „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die wichtigste Ressource eines Unternehmens.“ Dies möchte ich unterstreichen. Der BDKS-Werteverbund darf dankbar sein für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die täglich mit großer persönlicher Hingabe ihre Aufgaben erledigen. Der Erhalt dieser besonderen, diakonischen Kultur – auch generationenübergreifend – zeichnet uns aus. Hieran müssen wir immer wieder arbeiten.
Wie ist es, so ein Amt in der Coronazeit zu übernehmen? Stellt das eine besondere Herausforderung dar?
Ich sehe die BDKS gut aufgestellt. Dennoch gilt: Stillstand ist Rückschritt. Viele unserer Beschäftigten in den Werkstätten können aufgrund der aktuellen pandemischen Entwicklung ihrer Arbeit nicht nachgehen und müssen notgedrungen in den Wohnangeboten verbleiben.
Parallel haben wir viele Kunden aus der Industrie, deren Auftragslage gerade in der Pandemie extrem gut ist. Die große Herausforderung ist, diesen Spagat hinzubekommen und die Einrichtungen wirtschaftlich auf Kurs zu halten.
In welchen Bereichen möchten Sie die BDKS verändern beziehungsweise wo sehen Sie künftige Herausforderungen?
Gemeinsam mit meinem Vorstandskollegen Michael Conzelmann müssen wir versuchen, die Einrichtungen wirtschaftlich auf Kurs zu halten. Ein nicht immer leichtes Unterfangen. Ich richte also den Blick zunächst nach innen: Wir werden die Digitalisierung unserer Prozesse forcieren und unsere Marke stärker ausbilden. Ein klares Bekenntnis zur Work-Life-Balance und zur Familienfreundlichkeit sind fester Bestandteil des Werteverbundes geworden.
Den Blick nach außen gerichtet, ist es perspektivisch wichtig, gemeinsam mit unseren Partnern die BDKS-Produkte und Dienstleistungen weiterzuentwickeln. Dadurch wird sich auch unser Geschäftsbereich Arbeiten, zu dem die Werkstätten zählen, einem Wandel unterziehen.
Was ist Ihr wichtigstes Ziel für die Zukunft der BDKS?
Die Zufriedenheit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Beschäftigten, Bewohnerinnen und Bewohnern sowie ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Außerdem die BDKS auf einem fachlich und qualitativ hohen Niveau mit breiter Vernetzung in die Zukunft zu führen. Und natürlich: Inklusion leben. (Lara Thiele)

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