Nachfragebündelung verlängert

Glasfaserausbau in Hertingshausen und Guntershausen ist von anderen Stadtteilen abhängig

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Glasfaserausbau

In Guntershausen und Hertingshausen gibt es doch noch kein Aufatmen, was den Glasfaserausbau angeht.

Baunatal – Die beiden Stadtteile haben bis zum Stichtag, 9. Dezember, für die Nachfragebündelung der Deutschen Glasfaser zwar 61 Prozent (Guntershausen) und 62 Prozent (Hertingshausen) erreicht. Aber laut Deutscher Glasfaser müssen alle Stadtteile des Projektes die 40 Prozent erreichen – jeder für sich. 

Nur dann wird die Deutsche Glasfaser das Projekt umsetzen, wie das Unternehmen der HNA auf Nachfrage jetzt erst mitteilt. „Das ist das Standardvorgehen“, sagt Jennifer Epp als die für Baunatal zuständige Koordinatorin und das sei auch immer so kommuniziert worden. Aktuell liegen laut Pressemitteilung der Deutschen Glasfaser die anderen Stadtteile noch unter der Quote:

  • Rengershausen: 27 Prozent
  • Altenritte: 29 Prozent
  • Großenritte: 30 Prozent
  • Kirchbauna: 34 Prozent

Wenn bis zum Stichtag mindestens 40 Prozent der Haushalte einen Vertrag mit der Deutschen Glasfaser unterschreiben, werde das Netz in Baunatal ausgebaut. Diese Quote wurde bis zum 9. Dezember nur in Hertingshausen und Guntershausen erreicht.

„Aufgrund dieser Ausgangslage hat Deutsche Glasfaser gemeinsam mit der Stadt Baunatal die Verlängerung der Nachfragebündelung bis zum 18. Januar 2020 beschlossen, um auch in den Stadtteilen Großenritte, Altenritte, Kirchbauna und Rengershausen die 40 Prozent zu erreichen“, heißt es in der Mitteilung weiter. Dazu fehlten im Gesamtprojekt noch etwa 300 Verträge. „Mit gutem Beispiel voran“ gehe die Stadt Baunatal, da sie bereits Verträge mit der Deutschen Glasfaser für ihre kommunalen Liegenschaften abgeschlossen habe. Diese zählten ebenfalls zur notwendigen Zielquote.

„Es war von Anfang an klar, dass ein Ausbau nur dann stattfinden wird, wenn die Quote von 40 Prozent im Ausbaugebiet erreicht wird“, sagt Stadtsprecherin Susanne Bräutigam. Die Deutsche Glasfaser habe als einziger Anbieter einen Ausbau von Glasfasertechnik für Hertingshausen und Guntershausen überhaupt angeboten. 

Der Abschluss des Kooperationsvertrages sei für die Stadt die einzige Option gewesen, eine Erschließung mit Glasfaser für diese beiden unterversorgten Stadtteile zu erreichen. Laut Bräutigam geht man im Rathaus davon aus, dass durch die Verlängerung der Nachfragebündelung das Ausbauziel erreicht wird.

Altenbauna ist laut Epp bereits relativ gut versorgt und sei deshalb bisher nicht für den Ausbau vorgesehen. Auf der Internetseite der Telekom ist ersichtlich, dass das Unternehmen dort einen Highspeed-Ausbau plant. Allerdings lässt sich dort auch erkennen, dass in einigen Teilen von Altenritte, Großenritte, Kirchbauna und Rengershausen die Telekom bereits jetzt Haushalte mit bis zu 250 Megabit pro Sekunde (MBit/s) versorgt.

Die Gebietsentwicklung habe laut Epp im Vorfeld Ausbaugebiete definiert – sogenannte Polygone. Eine Rolle spielten beispielsweise die Wirtschaftlichkeit und die aktuelle Versorgungslage. „Dazu müssen wir uns die Gebietsstrukturen ansehen, um zu entscheiden, ob eine Nachfragebündelung erfolgreich gestaltet werden könnte“, so Epp. Somit sei Altenbauna nicht in das Projekt aufgenommen worden. Bis zum 18. Januar liege der Fokus auf den Polygonen, also den anderen Stadtteilen, um die Technik nach Baunatal zu bekommen.

Unentschlossene können sich von der Deutschen Glasfaser bis 18. Januar beraten lassen und Verträge abschließen. Folgende Anlaufstellen gibt es:

  • Servicestand Edeka Großenritte, samstags von 10 bis 15 Uhr
  • Servicestand Netto Rengershausen, freitags von 14 bis 19 Uhr und samstags von 10 bis 15 Uhr 

deutsche-glasfaser.de

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