Ruf nach Tempo 30 und Verkehrsspiegel

Guntershäuser fordern neues Verkehrskonzept für Rengershäuser Straße

An der Haltestelle „Bergstraße“ in Guntershausen wird es eng: Der Bus muss beim Abbiegen weit ausholen.
+
An der Haltestelle „Bergstraße“ in Guntershausen wird es eng: Der Bus muss beim Abbiegen weit ausholen.

Vor 50 Jahren wurde die Rengershäuser Straße in Baunatal-Guntershausen grundlegend umgebaut – seitdem ist an ihr nicht viel passiert, berichtet Klaus-Peter Lorenz. Deshalb wird ein Verkehrskonzept gefordert.

Baunatal – Er wohnt an der Straße und ist SPD-Abgeordneter im Baunataler Parlament. Da es im Ort mehrere Punkte gebe, an denen Handlungsbedarf bestehe, wird die SPD auf seinen Vorschlag hin einen Antrag in der nächsten Stadtverordnetenversammlung einbringen, dass für die Straße ein Verkehrssicherungskonzept entwickelt werden soll.

„Der Verkehr hat zugenommen“, berichtet Lorenz, deshalb sei ein Konzept wichtig. Er nehme Rückmeldungen aus dem Ort entgegen und sammele Hinweise. Einen Brennpunkt gibt es laut Lorenz in der Kurve nahe der Schienen am Abzweig zur Lindenstraße: Dort fahre der Schulbus lang und blockiere beim Abbiegen die gesamte Straße. Außerdem sei es für Fußgänger schwierig, die Straße zu queren, weil der Verkehr durch die enge Kurve schlecht einsehbar sei.

Eine weitere Gefahrenstelle sei an der Rengershäuser Straße/Ecke Bergstraße zu finden: Dort könnten Abbieger kaum etwas sehen, was womöglich durch einen Verkehrsspiegel zu lösen ist. Um die Situation dort und im Bereich der Haltestelle zusätzlich zu entschärfen, findet Lorenz es sinnvoll zu prüfen, ob ab der Bergstraße auf der Rengershäuser Straße Tempo 30 sinnvoll ist. Das gelte auch für den weiteren Verlauf der Straße, die dann Dorfstraße heißt, weil dort die Kirche, der Radweg R1 und der Spielplatz folgen.

Haarsträubend ist laut Lorenz die Situation an der Bahnunterführung „Zum Bahnhof“: Immer wieder versuchten Lastwagen an dieser Stelle, durch die Unterführung zu fahren, und zerkratzten dabei sowohl die Wände als auch den Bürgersteig. Manche versuchen dann zu wenden und „haben dabei die Zäune der Anwohner ruiniert“, schilder Lorenz. Deshalb sei zu prüfen, ob der Lkw-Durchgangsverkehr nicht ganz aus dem Ort verbannt werden kann.

In der Bahnunterführung „Zum Bahnhof“ in Guntershausen lassen sich Schrammen von Lkw erkennen, wie Klaus-Peter Lorenz zeigt.

Eine Ausnahme muss laut Lorenz für Anlieger gelten, etwa das Sägewerk im Ort. Außerdem hält er es für sinnvoll, schon vor der Ortseinfahrt auf die Bahnunterführung hinzuweisen, damit Lkw-Fahrer erst gar nicht den Weg wählen – so sei es beispielsweise in Guxhagen gelöst worden. An der Bahnunterführung vom Guntershäuser Ortskern kommend sei zudem ein Verkehrsspiegel sinnvoll.

„Viele Punkte wurden in anderen Stadtteilen schon umgesetzt“, betont Lorenz, deshalb habe Guntershausen da etwas Nachholbedarf. Sinnvoll sei vor allem, Fußgänger und Radfahrer besser zu berücksichtigen – auch in der genannten Bahnunterführung, wo die Bürgersteige sehr schmal sind.

Hinzu kommt der Wunsch einer veränderten Parksituation: An der Haarnadelkurve soll geprüft werden, ob neben den bestehenden Garagen weitere entstehen können. In dem steilen Gelände mangele es an Alternativen, um Autos abzustellen. Außerdem soll über ein Parkverbot für Lastwagen auf den Wanderparkplätzen zwischen Guntershausen und Rengershausen nachgedacht werden.

Da es sich bei der steigungs- und kurvenreichen Straße in Guntershausen um eine Kreisstraße handelt, will die SPD die Stadt und den Landkreis Kassel damit beauftragen, die Situation vor Ort auf den Prüfstand zu stellen. Über den Antrag wird in der Stadtverordnetenversammlung am kommenden Montag, 16. November, ab 18 Uhr in der Baunataler Stadthalle entschieden. (Lara Thiele)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.