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VW-Vorständin Imelda Labbé gibt Erlös weiter

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Von: Sven Kühling

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43 000 Euro aus dem Turnier 2022 übergeben: Im Kundencenter des VW-Werkes trafen sich jetzt Organisatoren, Familien und gemeinnützige Initiativen.
43 000 Euro aus dem Turnier 2022 übergeben: Im Kundencenter des VW-Werkes trafen sich jetzt Organisatoren, Familien und gemeinnützige Initiativen. © Sven Kühling

Auch wenn das Kundencenter am VW-Werk Kassel in Baunatal etwas kühl und nüchtern da steht, kommt an diesem Tag besonders viel Herzenswärme dort hinein. Der Förderverein des VO-Cups übergibt insgesamt 43.000 Euro Spenden an hilfsbedürftige Familien und wohltätige Initiativen aus der Region. Und die sind – das wird vielfältig deutlich – auf das Geld angewiesen.

Baunatal/Kassel – Imelda Labbé, Vorständin für Vertrieb, Marketing und After Sales der Marke Volkswagen, unterstützt die Ehrenamtlichen, die mit ihrem sommerlichen Sportevent in Baunatal in 24 Jahren bereits über 600 000 Euro gesammelt haben. Labbé, die früher den Konzernbereich After Sales im OTC in Baunatal leitete und seit Juli in den VW-Vorstand aufgestiegen ist, wohnt weiterhin in Kassel. „Es ist mir eine Herzensangelegenheit“, sagt 55-Jährige und verspricht: „So lange ich hier wohne, werde ich das definitiv weiter machen.“

Die Familien sind zum Teil mit ihren erkrankten Kindern zur Spendenübergabe gekommen. Bei der Familie Schulz aus Münster geht das leider nicht. Sie bekommt Geld für die Unterbringung im Elternhaus am Klinikum Kassel. Ihr Sohn Johann musste im August, bereits drei Wochen nach der Geburt, reanimiert werden. Nach zehn Wochen Intensivstation in Münster befinde sich Johann seit drei Wochen in der Reha im Klinikum Kassel. Als Selbstständiger müsse er alles, so auch die Unterbringung der Eltern, aus der eigenen Tasche finanzieren, berichtet der Vater. Die gute Nachricht: „Es gibt langsam Fortschritte.“

Genauso auf Unterstützung angewiesen ist die Familie Pfaff aus Niestetal mit ihrer schwerbehinderten Tochter Viktoria (11). Mit Spenden, wie der des VO-Fördervereins, konnte das Mädchen kürzlich eine lang ersehnte Delfin-Therapie in Curaçao absolvieren (HNA berichtete). Auch hier erzählt die Mutter von einer positiven Entwicklung: „Wir haben festgestellt, in den zwei Wochen ist sehr viel passiert“, sagt sie. Viktoria habe viele Worte dazugelernt. Und ihren heiß geliebten Plüsch-Delfin hat Viktoria auch mit ins VW-Kundencenter gebracht.

Vorständin Labbé bleibt bei jeder ausgezeichneten Familie stehen, unterhält sich. „Ich weiß, wie es ist, ein Kind mit speziellen Bedürfnissen zu unterstützen“, betont sie. Und: Nur 40 Kinder weltweit hätten eine derartige Erkrankung wie die kleine Niestetalerin.

Michael Scholtyssek, Vorsitzender des Fördervereins VO-Cup freut sich bereits auf das Sportereignis für Freizeitteams (Fußball und Volleyball) im kommenden Jahr. „Da werden wir 25 Jahre alt. Da feiern wir ein großes Fest“, sagt er und hat auch schon den Termin im Gepäck: Geplanter Anpfiff auf dem Baunataler Sportgelände am Stadtpark soll am 24. Juni sein, E-Mail: info.vocup@gmail.com.

Der Vater des kranken Johann bringt die Veranstaltung in seinen Dankesworten auf den Punkt: Ganz besonders sei für ihn gewesen, „dass es so etwas in der Solidargemeinschaft überhaupt noch gibt“. vo-cup.de (Sven Kühling)

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