Plettenberg gehört zu den 100 innovativsten Unternehmen Deutschlands

Höchstleistung im Mini-Format

+
Zukunftsorientiertes Unternehmen: Diana und Uwe Plettenberg mit der Auszeichnung der Top 100 Innovatoren. Im vergangenen Jahr wurde die Firma um eine große Fertigungshalle erweitert, in der unter anderem der moderne CNC-Maschinenpark untergebracht ist.

Elektromotoren von Plettenberg sind weltweit gefragt – bei Modellflug-Profis ebenso wie bei Robotik-Unternehmen, Medizintechnik- und Drohnenherstellern.

Dabei setzt die Baunataler Manufaktur auf kundenspezifische Lösungen, entwickelt auf Wunsch auch Prototypen. Dafür wurde Plettenberg jetzt als eines der 100 innovativsten Unternehmen Deutschlands ausgezeichnet. Für Geschäftsführer Uwe Plettenberg ist das nicht nur eine Wertschätzung zukunftsweisender Technologien, sondern auch ein Preis für die Region: „Er zeigt: Nordhessen hat viel zu bieten.“

Die Anfänge der Firma reichen bis ins Jahr 1935 zurück. Damals eröffnete Uwe Plettenbergs Großvater ein Geschäft für Modellbauartikel. Und die Liebe zum Modellbau war es auch, die in den Achtzigerjahren zur Fertigung eigener High-End-Elektromotoren führte. „Wir hatten uns damals privat an Wettbewerben für Modellrennboote beteiligt“, erzählt der Geschäftsführer. Es habe jedoch keine Elektromotoren auf dem Markt gegeben, die leicht und leistungsstark zugleich waren. 

Kurzerhand tüftelte der Unternehmer gemeinsam mit seinem Vater an eigenen Motoren – und hatte Erfolg: 1981 wurde er mit seinem selbst entwickelten Boot-Antrieb sogar Weltmeister. Der Titel war zugleich der Startschuss für die Neuausrichtung des Unternehmens. „Höchste Leistung auf kleinstem Bauraum mit geringstem Gewicht – das ist nach wie vor der Anspruch, den wir an unsere Produkte haben“, sagt Uwe Plettenberg.

Elektromotoren, Steuerungen und Starterelektronik stellt Plattenberg her. Das Bild zeigt eine Palette von Statoren.

Zum Team gehören heute 20 Mitarbeiter – Ingenieure und Techniker, die stetig neue Ideen entwickeln, und Facharbeiter, die Gleichstrommotoren und Steuerungen größtenteils in Handarbeit fertigen. Nicht umsonst legt das Unternehmen Wert darauf, eine Manufaktur zu sein.

Viele Projekte, die Plettenberg von der Entwicklung über den Prototyp bis zur Serie begleitet, sind ganz schön anspruchsvoll: Ein Motor treibt zum Beispiel einen Multicopter an, der in der Landwirtschaft zum Düngen von Pflanzen eingesetzt wird. Auch Minensuchdronen und Motorräder haben die Baunataler bereits mit einem Antrieb versehen, und die zahlreichen Titel und Rekorde im Hochleistungsmodellbau zeugen vom jahrzehntelangen Engagement in diesem Bereich.

Vieles ist Handarbeit: Plettenberg-Mitarbeiterin Lisa Krück bearbeitet Statoren.

Aber auch die Forschung ist ein zentraler Punkt in der Unternehmensphilosophie. Zurzeit arbeitet Plettenberg in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut am Antrieb für eine Yacht. Gleichzeitig ist das Unternehmen Teil des medizinischen Forschungsprojekts INOPRO zur Entwicklung intelligenter Orthesen und Prothesen.

Termin: Die Plettenberg Elektromotoren GmbH & Co. KG, Rostocker Straße 30, lädt für Freitag, 19. Juli, zu einem Tag der offenen Tür ein. Zwischen 9 und 16.30 Uhr bekommen Besucher einen Einblick in bereits realisierte Projekte. Anmeldung unter plettenberg-motoren.net/de/Top100 oder info@plettenberg-motoren.com

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.