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„Jeder soll jeden Tag Erfolg haben“

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Von: Theresa Novak

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Sind stolz auf ihre Schule: Stefan Asmus (stellvertretender Schulleiter, links) und Jörg Hapke (Schulleiter) freuen sich über das 50-jährige Bestehen der EKS.
Sind stolz auf ihre Schule: Stefan Asmus (stellvertretender Schulleiter, links) und Jörg Hapke (Schulleiter) freuen sich über das 50-jährige Bestehen der EKS. © theresa novak

Am 24. September feiert die Erich-Kästner-Schule 50-jähriges Jubiläum

Baunatal – Als Jörg Hapke vor sieben Jahren als Schulleiter in die Region kam, hat er sich bewusst für die Erich-Kästner-Schule in Baunatal entschieden. „Für mich ist das Konzept einer Integrierten Gesamtschule (IGS) eine ideale und gewinnbringende Schulform“, sagt der 60-Jährige. Jetzt erlebt er das 50-jährige Jubiläum der Schule mit, das ab dem 24. September gefeiert wird.

Hapke und sein Team können sich nicht nur über das Jubiläum freuen, sondern auch über die gute Entwicklung der Schule. Denn die EKS ist auch schon durch schwierigere Zeiten gegangen. Seit 2015 hat sich die Schülerzahl dann aber nach einem historischen Tief verdoppelt. „Wir hatten nur noch etwa 350 Schüler, heute sind es 740“, sagt Hapke. Die EKS habe wieder einen sehr guten Ruf und einen großen Einzugsbereich.

Warum die Schülerzahl damals so stark einbrach, weiß Stefan Asmus, stellvertretender Schulleiter der EKS, noch aus eigener Erinnerung. „2010 haben wir auf das aktuelle Zeitsystem der Ganztagsschule umgestellt. Das hatte zu Irritationen und Unsicherheiten bei den Eltern geführt, wie der Weg der Schule in Zukunft sein wird.“

60 Lehrer arbeiten an der Schule, es gibt keinen Personalmangel

Nach ungefähr fünf Jahren sei diese Krise aber überstanden gewesen. Zurzeit arbeiten 60 Lehrer an der Schule, einen Personalmangel gibt es nicht. „Wir müssen uns natürlich intensiv um neue Leute kümmern, aber wir haben bisher immer Erfolg gehabt“, sagt Hapke. Es herrsche im Kollegium und auch an der Schule insgesamt eine familiäre Atmosphäre. „Wir sind hier an einem tollen Standort im Speckgürtel von Kassel mit dörflichen Strukturen. Die Mischung macht es.“

Eine Mischung herrsche auch unter den Schülern. „An einer IGS werden alle in ihrem Können gefördert, der Haupt -, der Real- und der Gymnasialschüler. Wir wollen, dass jedes Kind jeden Tag irgendeinen Erfolg hat“, sagt Hapke. Dass die Schüler sich in einem positiven sozialen Umfeld befinden, ist der Schulleitung wichtig. „Die Kinder sollen wissen, dass sie immer zu uns kommen können – auch, wenn sie einfach mal reden wollen.“

Die Erich-Kästner-Schule besteht zwar seit 1972, aber erst 1976 wurde sie offiziell eröffnet und erhielt ihren Namen. Ursprünglich war sie für 1000 Schüler ausgelegt. Der Grundriss des Gebäudes ist gleich geblieben, dennoch hat sich an den räumlichen Strukturen viel verändert. „Von 2006 bis 2008 wurde die Schule generalsaniert und alles auf links gedreht und optimiert“, sagt Asmus.

Der Entwicklungsprozess der Schule ist noch nicht abgeschlossen

Der Entwicklungsprozess der Schule ist noch nicht abgeschlossen. „Das Berufsbild Lehrer hat sich verändert, deshalb brauchen wir auch andere Räume“, sagt Schulleiter Hapke. Das Lehrerzimmer werde zum Beispiel mit einer Treppe mit der oberen Etage verbunden, damit so ein Rückzugsraum entstehe.

Auch das Handeln im täglichen Schulbetrieb werde immer wieder auf den Prüfstand gestellt und neue Ideen in Arbeitsgruppen besprochen. „Wir wollen uns stetig weiter entwickeln“, sagt Hapke.

Stolz ist die Schulleitung nicht nur auf das Lehrerteam und seine Schüler, sondern auch auf einen ganz besonderen Preis: 2014 hat die EKS den Schulwettbewerb „Trialog der Kulturen 2013/14“ von der Herbert Quandt-Stiftung gewonnen.

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