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Karrieremesse in Baunatal nach zweijähriger Corona-Pause gut besucht

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Von: Peter Dilling

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Intensive Beratung: Jessica Pawelko (von links) und Lena Pilkowski informierten sich bei Jörg Herrmann (rechts) über Aufnahmetests und Karrieremöglichkeiten bei der Bundeswehr. Jessicas Mutter Johanna begleitete die beiden jungen Frauen.
Intensive Beratung: Jessica Pawelko (von links) und Lena Pilkowski informierten sich bei Jörg Herrmann (rechts) über Aufnahmetests und Karrieremöglichkeiten bei der Bundeswehr. Jessicas Mutter Johanna begleitete die beiden jungen Frauen. © Peter Dilling

Seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs und dem von der Bundesregierung versprochenen 100-Milliarden-Aufbau-Programm ist die Bundeswehr wieder mehr im Blickpunkt der Öffentlichkeit – auch als attraktiver Arbeitgeber. Das war auch – nach zweijähriger Corona-Pause – bei der Karrieremesse der Bundeswehr vor und in der Baunataler Stadthalle zu spüren.

Baunatal – Schon bei Halbzeit der Schau war Michael Lippert vom Kariere-Center der Bundeswehr in Kassel optimistisch, die 1000-Besucher-Marke zu knacken. „Die Resonanz ist sehr gut. Viele Schulklassen aus der Region sind gekommen und eine Reihe von Spontan-Besuchern, die in der HNA von der Messe gelesen haben“, sagte er.

Die Truppe stellte vor der Stadthalle eine Reihe von Militärgeräten als Hingucker aus, darunter das Mehrzweckfahrzeug Mungo für Spezialeinsätze, das Kettenfahrzeug Wiesel und einen mächtigen Löschwagen – denn auch die Bundeswehr braucht eine Feuerwehr. Daneben informierten Soldaten an mehreren Informationsständen über Karriere- und Ausbildungsmöglichkeiten. Zudem nutzten mehr als zwei Dutzend – zumeist größere – Unternehmen die Chance, sich in Baunatal zu präsentieren. Außerdem waren weitere Institutionen und Hochschulen mit Info-Ständen vor Ort, von der Agentur für Arbeit bis zur Handwerkskammer.

Die Bundeswehr richtet die Messe regelmäßig für die eigenen Leute aus, die nach ihrem aktiven Dienst eine zweite Karriere in der privaten Wirtschaft oder bei staatlichen Arbeitgebern anstreben sowie für junge Leute, die ihre erste Jobkarriere planen. Dazu gehören Jessica Pawelko (18) und Lena Pilkowski (17) aus Homberg, die sich bei Stabsfeldwebel Jörg Herrmann über Ausbildungsmöglichkeiten bei der Bundeswehr im militärischen und zivilen Bereich informierten. „Ich plane schon länger, bei der Bundeswehr Medizin zu studieren. Danach will ich dabeibleiben“, sagt Jessica, die wie ihre Freundin nächstes Jahr Abitur macht.

„Das Interesse an der Bundeswehr ist deutlich gestiegen“, sagt Lippert. Die gesellschaftliche Anerkennung auch. Neben zahlreichen Studiengängen biete die Truppe etwa 50 Ausbildungsberufe an. Die Bundeswehr sei der vielfältigste Arbeitgeber überhaupt. Auch die ausgeschiedenen Soldaten seien als hervorragend qualifizierte Fachkräfte gefragt. Deren Favoriten für eine zweite, zivile Karriere waren bei der Ausstellung offensichtlich: Die Stände der Polizei und der Justizbehörden waren gut von Uniformierten besucht. Auch beim Kasseler Rüstungsbauer KMW (Krauss-Maffei Wegmann) informierten sich viele Soldaten. Jens Koch von KMW zeigte sich sehr zufrieden. „Die Resonanz ist so groß wie vor der Pandemie“, sagte er. (Peter Dilling)

Mehr Infos im Internet unter bundeswehrkarriere.de

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