Nach Abbau von Körben: Zwei mögliche Standorte werden erneut geprüft

Noch keine Lösung für Baunataler Basketballer in Sicht

Die Stadt Baunatal hat Körbe auf dem angrenzenden Basketballplatz abmontiert. Anwohner des Wohngebietes Am Stadtpark hatten sich über Lärmbelästigung beklagt, hier zeigen Esther Ndongala und Jascha Jacobi vom KSV baunatal eine Spielsituation ohne Korb
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Darum geht es: Die Stadt hatte die Körbe auf dem Feld an der KSV Sportwelt nach Anwohnerbeschwerden Ende Juli abmontiert. Jetzt soll es neue Gesprächstermine mit allen Betroffenen zur Zukunft des Spielbetriebes geben.

In die Diskussion um den Erhalt eines offenen Basketballfeldes im Baunataler Stadtpark ist wieder Bewegung gekommen.

Baunatal - Der Sozialausschuss des Stadtparlamentes befasste sich am Montagabend auf Antrag der Grünen ausführlich mit dem Basketballfeld im Baunataler Stadtpark. Einhellig sprachen sich alle Fraktionen samt Bürgermeisterin Silke Engler am Ende für eine Fortsetzung der Gespräche mit den Sportlern und den lärmgeplagten Anwohnern des Baugebietes Am Stadtpark aus. Auch die Verlegung der Aktivitäten auf einen 500 Meter entfernten Platz am Jugendzentrum Second Home soll weiter geprüft werden.Entbrannt war die Debatte um das von zahlreichen freien Gruppen genutzte Sportfeld an der KSV Sportwelt, nachdem die Stadtverwaltung aufgrund von Beschwerden von Anwohnern Ende Juli kurzerhand die Basketballkörbe abmontiert hatte. Der Basketballbetrieb kam daraufhin zum Erliegen. Die Anlieger hatten sich zuvor über Lärm durch das Dribbeln mit Bällen und ausufernde Feiern einiger Gruppen beklagt (HNA berichtete).

Florian Pfeiffer von den Grünen stellte im Sozialausschuss nun den Antrag mit dem Ziel, „dass der Platz wieder hergestellt wird“. Die Verwaltung habe mit dem Abbau der Körbe einen „riesigen Bock geschossen“, sagte Sebastian Stüssel (CDU). Er schlug vor, die Feiern künftig stärker durch Ordnungsamt und Polizei kontrollieren zu lassen. Mit dem Abbau der Körbe bestrafe die Stadt aber die Falschen, „nämlich die Basketballer“, sagte Stüssel.

Bürgermeisterin Silke Engler berichtete davon, dass sie im Zuge der Diskussion um den Basketballplatz im Internet verunglimpft und bedroht worden sei. Diesen Vorfall habe sie inzwischen auch bei der Polizei angezeigt, so die Bürgermeisterin. Sprecher mehrerer Fraktionen verurteilten die Angriffe auf die Rathauschefin.

Auf Vorschlag der Bürgermeisterin einigten sich die Fraktionen letztendlich auf zwei weitere Gesprächstermine. Am Donnerstag, 27. August, soll es ein Treffen mit den Basketballern auf dem Alternativplatz am Jugendzentrum geben. In der darauffolgenden Woche soll ein Treffen auf dem bisherigen Platz an der Sportwelt ebenfalls mit Sportlern, mit Anwohnern sowie den Mitgliedern des Sozialausschusses, den Streetworkern und Vertretern des KSV Baunatal stattfinden. Ziel sei es, so Engler, eine zeitnahe Lösung zu finden.

Ob der Basketballplatz auch zum Thema in der Sitzung der Stadtverordneten am 31. August (18 Uhr Stadthalle) wird, blieb in der Ausschusssitzung offen. Einen Beschluss zu dem Grünen-Antrag wurde nämlich nicht gefasst. Es herrschte Uneinigkeit darüber, ob der Ausschuss eine solche Entscheidung überhaupt treffen kann. Zumindest wurde die weitere Vorgehensweise ins Protokoll aufgenommen. (Sven Kühling)

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