Gertrudenstift hat vom Baunataler Rathaus 76 000 Euro zu viel erhalten

Kita-Betreiber muss Summe erstatten

Gertrudenstift von oben: Um die Kita „Kleine Maulwürfe“ (rechts oben) geht es in der nächsten Sitzung des Stadtparlamentes. Bislang hat das Rathaus jährlich offenbar zu viel an den freien Träger gezahlt. Der Überschuss von 76 000 Euro soll von dem Betreiber nun zurückerstattet werden. 
 Repro: Pamela de Filippo/nh
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Gertrudenstift von oben: Um die Kita „Kleine Maulwürfe“ (rechts oben) geht es in der nächsten Sitzung des Stadtparlamentes. Bislang hat das Rathaus jährlich offenbar zu viel an den freien Träger gezahlt. Der Überschuss von 76 000 Euro soll von dem Betreiber nun zurückerstattet werden.

Seit 2016 gibt es die Kindertagesstätte „Kleine Maulwürfe“ am Getrudenstift in Großenritte. Für die vergangene Sitzung des Baunataler Stadtparlamentes stand ein Punkt auf der Tagesordnung, bei dem es um Rückforderungen seitens der Stadt von letztendlich 76 000 Euro an den freien Träger, die Getrudenstift Betreuung gGmbH, geht. Wie kommt es zu solchen Überzahlungen? Wir fragten nach.

Baunatal - Für das Jahr 2016 seien sogar zunächst 143 000 Euro von der Verwaltung zu viel gezahlt worden, heißt es in der Vorlage für die jüngste Parlamentssitzung. Eine genauere Erläuterung gab es dort noch nicht. Das Thema wurde, wie gleich mehrere Tagesordnungspunkte, aus Zeitgründen auf die nächste Sitzung verschoben.

Für 2016 habe die Stadt an die neue Kita den noch vom damaligen Bürgermeister Manfred Schaub ausgehandelten Pauschalbetrag von 221 000 Euro überwiesen, berichtet Bürgermeisterin Silke Engler auf Anfrage. Zum Jahresende seien dann die Verwendungsnachweise gestellt worden. Aus der Prüfung durch das Baunataler Rechnungsprüfungsamt hätten sich die Rückansprüche in sechsstelliger Höhe durch die Stadt ergeben, so Engler.

Die damalige Geschäftsührung hätte nämlich nicht alle Unterlagen vorlegen können, das sei erst unter der jetzigen Geschäftführerin Tanja Riese geschehen, schildert die Bürgermeisterin die Situation. Letztendlich blieben die 76 000 als Rückforderung übrig. Die Rückzahlung habe der Betreiber bereits anerkannt, erläutert Engler weiter. Geschäftsführerin Tanja Riese war auf Anfrage für eine Stellungnahme zu dem Sachverhalt nicht zu erreichen.

Das Stadtparlament soll sich nun in seiner Sitzung am 16. November mit diesem Punkt befassen und gleichzeitig über einen neuen Vertrag mit dem Träger abstimmen. Laut Engler soll der Vertrag an die Verträge mit allen anderen freien Kita-Trägern angepasst werden.

Der alte Vertrag habe noch die Zahlung eines Pauschalbetrages von 700 Euro pro Kind enthalten, erläutert Engler. Künftig werde man sich an den tatsächlichen Kosten orientieren. „Dann haben wir eine Gleichstellung aller Träger“, resümiert die Bürgermeisterin.

(Sven Kühling)

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