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Kommentar zur Ausbildung eines Neonazis: Vertrag auflösen!

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Von: Peter Ketteritzsch

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Baunatal. Ein 21-Jähriger NPD-Anhänger macht eine Ausbildung beim Landkreis Kassel. Das muss schnell ein Ende haben, meint HNA-Redakteur Peter Ketteritzsch.

Kann man einem jungen Mann eine Ausbildung angedeihen lassen, der den Freitod eines Flüchtlings im Internet mit dem Wort „endlich“ kommentiert? Beim Landkreis Kassel steckt man in einem Dilemma: Einerseits beweisen die Facebook-Aktivitäten des 21-Jährigen eine widerwärtige Gesinnung, andererseits hat der Baunataler juristisch gesehen offenbar eine weiße Weste.

Deshalb kann man ihn bei Agil auch nicht einfach rausschmeißen, wie es angebracht wäre. Es sei denn, man will riskieren, dass der Neonazi, gestützt auf das Arbeitsrecht, im Triumphzug an seinen Ausbildungsplatz zurückkehrt.

Also versucht man es mit Überzeugungsarbeit. Ob allerdings ein Seminar einen überzeugten Rechtsextremisten zum Demokraten macht, darf bezweifelt werden. Beim Landkreis sollte man daher nach dem Leitsatz vorgehen: Kein Platz und damit auch kein Ausbildungsplatz für Neonazis. Also: Vertrag sofort auflösen und damit ein Zeichen setzen. Es gibt bestimmt Jugendliche, die sich der Ausbildung würdiger erweisen.

Lesen Sie auch: Neonazi (21) macht Ausbildung beim Kreis - Jetzt droht Rauswurf

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