72 bekommen einen Stern

Kommissare starten nach Abschlussfeier in Baunatal in den Polizeidienst

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Abschlussfeier der Polizeischüler in der Stadthalle in Baunatal: 72 Studierende erhielten ihren Bachelor und wurden zu Polizeikommissaren ernannt. Jonathan und Franziska waren zwei von ihnen. 

72 Absolventen der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung erhielten am Freitag in der Stadthalle Baunatal ihren Abschluss und wurden zu Polizeikommissaren ernannt.

Baunatal – Sigrid Josephs, Abteilungsleiterin des Fachbereichs Polizei, begrüßte die Anwesenden, vor allem aber der „Studenten, die Urkunden sind ja noch nicht verliehen“. Als sie an den Künstler Ben Black übergab, der die Veranstaltung mit seinem Gitarristen musikalisch begleitete, sagte sie: „Da schließt sich der Kreis.“ Denn auch Ben Black hat die Ausbildung einst selbst durchlaufen. Er wolle jedoch nicht zu lange machen, denn „es ist euer Tag. Ihr habt hart gekämpft, jetzt sollt ihr auch euren Stern kriegen“. Gemeint ist damit der Austausch der leeren Schulterklappen gegen solche mit einem Stern, wie sie Kommissare tragen.

Der Kriminalautor Matthias P. Gilbert als Festredner sprach die Veränderungen an, die nun anstünden. Nicht nur Aufgaben und Gehalt würden sich ändern, auch die Reputation: „Frau Kommissarin, Herr Kommissar, klingt das nicht unglaublich cool?“ Der Autor wies auch auf die Verantwortung hin, die der Polizeiberuf mit sich brächte, und dass es auch Niederlagen geben werde. Bei alldem sei aber wichtig: „Seien Sie aufmerksam, bleiben Sie neugierig, aber vor allem passen Sie auf sich auf und verlieren Sie nie den Spaß.“

Dass die Studierenden bereits während ihrer Ausbildungszeit Ernst und Spaß zu vereinen wussten, zeigten Bilder von Ausflügen, Übungen und dem Studienalltag. Ebenso der Bericht einer typischen Woche im Studium zweier Studierender. Sie fassten zusammen: „Manches hat Spaß gemacht, anderes nicht so. Am Ende hat aber jeder was für sich gefunden.“

Das denken auch Franziska und Jonathan. Für beide war der praktische Bezug ihrer Ausbildung an der Hochschule besonders reizvoll. In drei Praktika hatten sie die Möglichkeit, verschiedene Stationen, wie beispielsweise die Schutz- oder Kriminalpolizei, zu durchlaufen.

„Der Polizeiberuf ist sehr abwechslungsreich und man kann sich immer weiterentwickeln“, erklärt der 28-jährige Jonathan. Für die 23-jährige Franziska war schon früh klar, was sie wollte: „Das war schon mein Kindheitstraum. Ich hätte mir nie vorstellen können, im Büro zu sitzen“.

Dass jeder irgendwo seine Stärken einbringen könne, das gefällt ihnen an ihrem Beruf am meisten. Die erste Station nach der Ernennung wird für Franziska Nordhessen sein, wo sie auch herkommt. Jonathan aus Mittelhessen wird vorerst auch in seiner Heimatregion bleiben. Für die Meisten geht es aber ins Rhein-Main-Gebiet.

Von Sarah Schnieder

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