KSV Baunatal sieht GSV Eintracht bevorzugt

KSV-Vorstand kritisiert geplanten Umbau der Kulturhalle Großenritte durch die Stadt

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Delegiertenversammlung: Timo Gerhold, Vorstandsvorsitzender des KSV Baunatal, machte seinem Unmut über die geplante Sanierung der Kulturhalle Luft. 

Baunatal. Während der Delegiertenversammlung des KSV Baunatal in der Stadthalle gab es auch Kritik an den Modernisierungsplänen für die Großenritter Kulturhalle

Lob, Anerkennung und jede Menge Anekdoten zu den Abteilungen des KSV Baunatal gab es jetzt in der Baunataler Stadthalle. Annette Böhle, seit einem Jahr Präsidentin des Sportvereins, fand bei der Delegiertenversammlung für jede Abteilung die passenden Worte. Außerdem lobte sie die engagierte Arbeit der Vorstandsmitglieder. Zuvor würdigte KSV-Vorstandsvorsitzender Timo Gerhold die Präsidentin für ihr „unfassbares Engagement für den Verein“. Besonders bewegend an diesem Abend: Gerholds einprägsamer Nachruf auf den kürzlich verstorbenen Bürgermeister von Baunatal, Manfred Schaub.

Im Hinblick auf die Sportentwicklung der Stadt, der laut Gerhold in den kommenden Monaten besondere Aufmerksamkeit geschenkt werde, schaute er positiv der anstehenden Grundsanierung der Max-Riegel-Halle entgegen. „Hierzu gibt es bereits positive Signale der Stadt Bauantal“, sagte Gerhold.

Neben allem Lob machte der Vorstandsvorsitzende an diesem Abend aber auch seinem Unmut zu einem Thema Luft, das er „schlichtweg eine Ungerechtigkeit“ findet: Die Sanierung der Kulturhalle Großenritte. Mit etwas Verwunderung hätte der KSV zur Kenntnis nehmen müssen, dass offensichtlich mit dem Geld der Stadt ein Sport- und Kulturkomplex mit Geschäftsstelle und neuer Gastronomie für den GSV Eintracht Baunatal entstehen könnte. Der KSV hätte bereits Anfang der 1990er Jahre einen Sonderbeitrag für die Mitglieder eingeführt, um Eigenkapital für den Bau der Sportwelt ansparen zu können und weiterhin erhebliche Summen an Darlehen aufgenommen. „Der Verein hat etwa vier Millionen Euro in den Bau der Sportwelt investiert“, sagte Gerhold. Hinzu kämen noch die laufenden Betriebskosten.

„Ich kann der Stadt die Aussage nicht ersparen, dass ich dies eine gravierende Ungerechtigkeit und Ungleichbehandlung unter den Vereinen finden würde, wenn nun mit großen Mitteln eine zweite KSV Sportwelt auf Kosten der Stadt und der Steuerzahler entstehen würde“, sagte er. Es entstehe fast der Eindruck, als würden der KSV und seine Mitglieder für das vorbildliche Vereinsleben bestraft, machte er deutlich. Bei aller Kameradschaft zum GSV empfinde er diese Ungleichbehandlung als unbedacht und unfair.

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