Brief brachte Beamte zum Schmunzeln

Kuriose Post: Dieb schickt gestohlene Kennzeichen und 20 Euro an Polizei

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Das kam bei der Polizei an: Ein Unbekannter hatte offenbar ein extrem schlechtes Gewissen, weil er Nummernschilder geklaut hatte. Der reumütige Kriminelle schickte die Kennzeichen an die Polizei und legte noch 20 Euro hinzu. Außerdem verfasste er ein paar Zeilen.

Ungewöhnlicher Fall: Die Polizei in Baunatal hatte es jetzt mit einem Dieb zu tun, der Reue zeigte. Er gab die Nummernschilder, die er gestohlen hatte, zurück. Und legte noch 20 Euro drauf.

Ob er möglicherweise vergeblich auf eine Weihnachtsamnestie bei der Strafverfolgung durch die Polizei hoffte, ist nicht bekannt – zumindest zeigte ein bislang unbekannter Dieb von Autokennzeichen aber eindrucksvoll Reue.

Er hatte Beamten des Polizeireviers Süd-West in Baunatal am Mittwoch kuriose Post beschert, indem er die beiden von ihm gestohlenen Kennzeichen, einen Entschuldigungsbrief und 20 Euro „Entschädigung“ in einem Paket an die Polizei schickte.

Um sicher zu gehen, dass sich hier nicht vielleicht jemand einen Spaß erlaubte, glichen die Beamten des Baunataler Reviers die Kennzeichen mit dem aktuellen Fahndungsbestand ab. Und siehe da: Beide Nummernschilder waren tatsächlich als gestohlen gemeldet worden. Ein Unbekannter hatte sie am letzten Wochenende von einem VW Phaeton an der Eugen-Richter-Straße in Kassel gestohlen.

Dieb zeigt Reue: 20 Euro als Entschädigung

Trotz aller strafbaren Ernsthaftigkeit dieses Diebstahls: Der dem Paket beigelegte Brief brachte die Polizisten dann doch zum Schmunzeln, sagt Polizeisprecher Matthias Mänz. Neben der Nennung von Tatzeit und -ort bat der Dieb um Entschuldigung: „Ich kann meine Tat leider nicht erklären und schäme mich sehr, dass ich so was getan habe.“ Bemerkenswert ist auch das Ende des Schreibens: „Bitte geben Sie diese Autokennzeichen an den Inhaber weiter. Als Entschädigung lege ich in das Paket 20 Euro bei. Es tut mir wirklich leid.“

Der Inhalt des Pakets wurde zunächst „sichergestellt“. Die Ermittlungen zu dem Diebstahl werden aber wegen dieser Entschuldigung nicht eingestellt. „Die der Polizei gesetzlich auferlegte Pflicht, Straftaten zu verfolgen, lässt da keinerlei Spielraum“, sagt Mänz. So werden die sichergestellten Gegenstände nun auch auf Spuren untersucht. Sollte der Dieb ermittelt werden, könnte sich die gezeigte Reue aber positiv für ihn auswirken. „Dies zu entscheiden, ist Sache der Justiz.“

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