EAM soll Stationen von der Stadt übernehmen

Laden in Baunatal kostet bald

Soll ebenfalls noch von der EAM auf das einheitliche System umgerüstet werden: Die Ladestation am Baunataler Aqua-Park. Noch gibt es Engpässe bei der Beschaffung von Ersatzteilen.
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Soll ebenfalls noch von der EAM auf das einheitliche System umgerüstet werden: Die Ladestation am Baunataler Aqua-Park. Noch gibt es Engpässe bei der Beschaffung von Ersatzteilen.

Schon bald müssen Fahrer von Elektroautos für das Laden an den öffentlichen Ladestationen im Baunataler Stadtgebiet bezahlen. Die bisher kostenfreien Ladepunkte werden vom regionalen Energieversorger EAM übernommen. Ab dem 1. Januar sollen sie von dem Tochter-Unternehmen „EAM Plus“ nach und nach mit einem einheitlichen Abrechnungssystem ausgestattet werden. Das beschloss das Baunataler Stadtparlament jetzt mehrheitlich.

Baunatal – Laut EAM-Sprecherin Sandra Hübner startet die EAM ab Januar mit der Abrechnung an den Säulen an der Shell-Tankstelle in der Innenstadt sowie an der Verwaltungsaußenstelle in Rengershausen. Pro Kilowattstunde werden insgesamt 38 Cent fällig.

Das Baunataler Rathaus hatte in den vergangenen Monaten immer wieder darauf hingewiesen, dass das Angebot einer Ladeinfrastruktur nicht Sache der Kommunen sei. Vielmehr müssten Betriebe für ihre Arbeitnehmer und Privatleute für Ladesäulen sorgen. Die Stadt Baunatal hat beispielsweise im vergangenen Jahr 30 000 Euro für das bislang kostenfreie Ladeangebot draufgelegt.

Laut Stadtsprecherin Susanne Bräutigam sind die Stationen an der Shell-Tankstelle sowie in Rengershausen bereits für das neue Abrechnungssystem ab dem neuen Jahr vorbereitet. Die anderen Stationen – am Aqua-Park und am Cineplex-Kino – sollen ausgetauscht und dann ebenfalls mit dem Bezahlsystem scharf geschaltet werden, erläutern Bräutigam und Hübner. Dort gebe es aber weiterhin Engpässe bei der Auslieferung von Ersatzteilen durch den Hersteller. „Mit der Installation der abrechnungsfähigen neuen Ladestationen wird auch hier ein Abrechnungssystem eingeführt“, erläuterte die EAM-Sprecherin.

Die Säulen an der Shell-Tankstelle und die in Rengershausen werden durch die EAM Plus für 13 500 Euro von der Stadt zurückgekauft. Um der EAM den wirtschaftlichen Betrieb aller zehn Ladepunkte zu vereinfachen, zahlt die Stadt über acht Jahre jährlich 3070 Euro als „Wirtschaftlichkeitszuschlag“.

Den jährlichen Zuschuss kritisierte in der Stadtparlamentssitzung Grünen-Fraktionschef Edmund Borschel. Seiner Ansicht nach müsste die EAM als großes, kommunales Unternehmen auf eine solche Förderung verzichten, sagte er in der Sitzung. Letztendlich stimmten alle Fraktionen bis auf Edmund Borschel für die Abgabe der Baunataler Stationen an die EAM. (Sven Kühling)

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