Stadt repariert Stationen in der Innenstadt

Laden ist in Baunatal wieder möglich

Wieder in Betrieb: die Ladesäule der EAM am Parkplatz Marktstraße (Shell Tankstelle) in der Baunataler Innenstadt. Energiebeauftragte Saskia Skaley (von links), Erster Stadtrat Daniel Jung (SPD) und EAM-Außenstellenleiter Christof Mühling erläuterten das künftige Konzept zur kommunalen Ladeinfrastruktur in Baunatal.
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Wieder in Betrieb: die Ladesäule der EAM am Parkplatz Marktstraße (Shell Tankstelle) in der Baunataler Innenstadt. Energiebeauftragte Saskia Skaley (von links), Erster Stadtrat Daniel Jung (SPD) und EAM-Außenstellenleiter Christof Mühling erläuterten das künftige Konzept zur kommunalen Ladeinfrastruktur in Baunatal.

Monatelang waren die Ladesäulen für Elektroautos auf dem Parkplatz Marktplatz (Höhe Shell-Tankstelle) und an der Rathausaußenstelle Rengershausen defekt. Batterie aufladen – Fehlanzeige. Dafür hagelte es Kritik von manchem Verkehrsteilnehmer. Jetzt fließt der Strom wieder.

Baunatal -Erster Stadtrat Daniel Jung (SPD) und EAM-Außenstellenleiter Christof Mühling gaben die neuen, von dem Energieversorger aufgestellten Anlagen mit jeweils zwei Ladepunkten frei. Gleichzeitig erläuterte Jung bei dem Termin die weitere Ausrichtung der Stadt im Bereich öffentlicher Ladeinfrastruktur.

„Baunatal ist eine Modellkommune für E-Mobilität“, sagte der Vizebürgermeister. Die Stadt werde auch weiterhin an einigen öffentlichen Plätzen Ladesäulen anbieten. Allerdings sehe sich die Verwaltung eher in der Rolle des Koordinators. „85 Prozent der Ladevorgänge finden nicht im öffentlichen Raum statt, sondern am Arbeitsplatz oder zuhause.“

In diesen beiden Bereichen will das Rathaus als Ansprechpartner – etwa für die Wohnungsbaugesellschaften – zur Verfügung stehen. Baunatal geht davon aus, dass gerade in den Wohngebieten und bei Betrieben und Einzelhandel viele neuen Ladesäulen entstehen werden. Jung: „Es ist nicht Aufgabe der Stadt, auf Dauer Ladeinfrastruktur anzubieten.“

Ändern wird sich laut Rathaus auch das Betreibermodell der kommunalen Anlagen. Die Stadt Baunatal habe den Strom an den zehn Ladepunkten an vier Standorten bislang kostenfrei zur Verfügung gestellt, sagte Jung (eine privat-geführte Station steht am Ratio-Land). 30 000 Euro Stromkosten habe die Kommune allein 2020 bezahlt. Künftig zahlt der Kunde. Derzeit suche das Rathaus nach einem geeigneten Betreibermodell, so Jung. Es werde einen einheitlichen Säulentyp mit einheitlicher Bewirtschaftung geben. Die Ausschreibung laufe.

Entscheiden müsse letztendlich das Parlament per Haushaltsbeschluss. Im Anschluss sollen auch die Ladestationen am Kino und am Aqua-Park ausgetauscht und auf denselben Stand der Technik gebracht werden.

Die Wartung der Anlagen bleibt beim Energieanbieter EAM. „Wir übernehmen hier in Baunatal weiterhin die Betriebsführung der Ladesäulen. Sie sind an unsere zentrale Netzleitstelle angeschlossen“, sagte Christof Mühling. Teilweise könne die Leitstelle in Baunatal per Fernwartung sogar bei einem Fehler eingreifen – etwa einen festhängenden Stecker entriegeln. Die neuen Stationen bieten jeweils zwei Ladepunkte. Laut Christof Mühling kann ein Fahrzeug entweder mit einer Leistung von 22 Kilowatt geladen oder zwei Autos mit jeweils elf Kilowatt geladen werden. Die Abrechnungstechnik in den Geräten sei auf dem neuesten Stand.

Nach Angaben der Verantwortlichen hat der weltweite Engpass bei Halbleiter-Chips auch zu der Verzögerungen bei der Reparatur der Baunataler Säulen geführt. (Sven Kühling)

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