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Letzter Tag für 320 VW-Leiharbeiter in Baunatal

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Von: Sven Kühling

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Sie wollen nicht gehen: Für 320 Leiharbeiter aus dem VW-Werk Kassel war das gestern der letzte Arbeitstag. Mancher machte seinem Frust darüber vor dem Tor Luft.
Sie wollen nicht gehen: Für 320 Leiharbeiter aus dem VW-Werk Kassel war das gestern der letzte Arbeitstag. Mancher machte seinem Frust darüber vor dem Tor Luft. © Sven Kühling

Zu Beginn gab es erstmal eine Schweigeminute als Gedenken an die Opfer im Ukraine-Krieg. Ein Ukrainer mit Landesfahne in der Hand sprach davon, dass es nicht so schlimm sei, dass er an diesem Tag seine Arbeit bei VW in Baunatal verloren habe. Viel schlimmer sei das, was in seiner Heimat derzeit passiere. Verloren hat der Mann, der Leiharbeiter bei VW war, seinen Job am letzten Februar-Tag , weil mit ihm zusammen 320 Frauen und Männer vom Arbeitgeber abgemeldet worden waren. Einige von ihnen protestierten am Montag auf Initiative der MLPD vor dem Haupttor gegen diesen Schritt.

Baunatal – Insgesamt 570 Zeitarbeiter sollten ursprünglich abgemeldet werden. Doch für 250 kam Mitte Februar die erlösende Nachricht, dass ihre Jobs zumindest um ein halbes Jahr verlängert werden (HNA berichtete). Für 320 war das gestern dann der letzte Arbeitstag im VW-Werk. „Das ist sehr ungerecht und schnell entschieden worden“, sagte etwa Marcel Schiffner zur Auswahl der 250. Leute wie er, die nie gefehlt hätten, seien nicht berücksichtigt worden.

Eine gute Nachricht zum Schluss: Eine Mitarbeiterin bot dem Kollegen aus der Ukraine im Vorbeigehen an, Flüchtlinge bei sich zu Hause aufnehmen zu wollen.  (Sven Kühling)

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