Mehr Körbe für Spieler

Baunatal bekommt neuen Basketballplatz

Zwei zusätzliche Basketballkörbe sollen den Platz hinter dem Jugendzentrum Second Home bereichern. Passiert ist bislang allerdings nichts – zum Unmut vieler Baunataler Hobby-Basketballer.
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Zwei zusätzliche Basketballkörbe sollen den Platz hinter dem Jugendzentrum Second Home bereichern. Passiert ist bislang allerdings nichts – zum Unmut vieler Baunataler Hobby-Basketballer.

Nachdem Anwohner sich über die Lautstärke durch dribbelnde Basketballer beschwert hatten, wurden in der Folge die beiden Körbe auf dem Spielfeld der KSV Sportwelt abgebaut.

Baunatal – Baunatals Bürgermeisterin Silke Engler (SPD) versprach, dass die Stadt im Gegenzug zwei zusätzliche Körbe auf dem Platz hinter dem Jugendzentrum Second Home aufbauen lässt – was auch dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 28. September vergangenen Jahres entspricht. Obwohl dies laut Stadtverwaltung bis spätestens zum Frühjahr umgesetzt werden sollte, fehlen die neuen Körbe noch immer.

Für die Baunataler Basketballer ist das ein herber Schlag, berichtet Henry Richter. Der parteilose Bürgermeisterkandidat hat sich kürzlich mit den Hobbysportlern getroffen und sich deren Nöte angehört. „Besonders dramatisch für die Sportstadt Baunatal ist, dass sich die Spieler wegen fehlender Trainingsmöglichkeiten mittlerweile anderen Orten zuwenden, wo es bessere Spielmöglichkeiten gibt, etwa in Gudensberg oder Edermünde“, so Richter.

Stadt Baunatal: Neuer Basketballplatz ab September 

Stadtsprecherin Susanne Bräutigam erklärte auf Anfrage, dass die Vorbereitungen bereits liefen. Die Lieferung des Materials sei Mitte Juni eingetroffen. „Die für die Aufstellung der Korbanlagen benötigten Bodenhülsen werden nächste Woche auf dem Platz einbetoniert“, erklärt die Stadtsprecherin weiter. Im Anschluss sei eine Trocknungsphase zur Aushärtung des Betons von etwa 30 Tagen erforderlich. Danach könnten die Körbe installiert werden. „Mit der Fertigstellung rechnen wir Ende August/Anfang September.“ Im Anschluss erfolge in Abstimmung mit den Spielern die zusätzlichen Spielfeldmarkierungen.

Richter, der auch für die Grünenfraktion im Stadtparlament sitzt, zeigt sich über das Vorgehen der Stadt unverständlich. „Es gab damals Alternativvorschläge, mit denen auch die Jugendlichen einverstanden waren.“ Etwa mit der Installation von einklappbaren Körben, um garantieren zu können, dass nur zu bestimmten Zeiten Basketball gespielt wird.

Die Gerüste stehen noch: Das Spielfeld an der KSV Sportwelt mit den fehlenden Basketballkörben.

Mehr Körbe für Basketballspieler in Baunatal

Wie geplant, wird das Spielfeld mittlerweile vermehrt durch den KSV Baunatal genutzt. „Wir trainieren dort täglich vormittags und nachmittags mit unseren Reha-Sportgruppen“, sagt KSV-Vorstandsvorsitzender Timo Gerhold. Die Größe des Platzes sei Ideal, um dort Corona-regelkonform trainiert werden könnte. Auch die Boxer und die Mittelalterlichen Schwertkämpfer trainierten dort. „Wir haben mit der Stadt vereinbart, dass wir den Platz in den Trainingszeiten exklusiv nutzen dürfen“, so Gerhold. Über die Lautstärke hätte es von Anwohner keine Beschwerden mehr gegeben.

Von Daniel Göbel

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