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Mehr Lohn für VW-Mitarbeiter in Baunatal

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Von: Sven Kühling

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Hauptsteuerzahler: Volkswagen überweist üblicherweise Millionen-Beträge an die Stadt Baunatal. Doch erneut muss die Stadt in diesem Jahr wohl mit einer geringeren Zuweisung auskommen.
15.500 Mitarbeiter in Baunatal betroffen: Sie bekommen im nächsten Jahr mehr Geld © Sven Kühling

Für die 15 500 Beschäftigten im VW-Werk Kassel in Baunatal gibt es demnächst mehr Geld. Die Verhandlungskommissionen von Volkswagen und der IG Metall einigten sich am späten Dienstagabend in Hannover auf den Abschluss eines neuen Haustarifvertrages für die insgesamt 125 000 Mitarbeiter in Deutschland. Das bestätigt auch Betriebsrat Carsten Büchling (51) auf Anfrage. Der Kasseler nahm für den nordhessischen Standort an den Verhandlungen teil.

Kassel/Baunatal – Die mit dem Abschluss festgelegte Lohnerhöhung erfolgt in zwei Stufen: 5,2 Prozent ab Juni 2023 und 3,3 Prozent ab Mai 2024. Außerdem gibt es bereits im kommenden Febraur 2000 Euro Einmalzahlung, im Januar 2024 nochmal 1000 Euro. Die Februar-Zahlung sei das Erste, was die Beschäftigten beim Entgelt spüren werden, sagt Büchling. Und wie kommt das Ergebnis insgesamt an? „Wir sind sehr zufrieden“, betont der designierte neue Betriebsratschef im Baunataler Werk und mögliche Nachfolger von Carsten Bätzold (57) , der sich am Dienstag in den Vorruhestand verabschiedet.

Die IG Metaller hätten das Ergebnis mit „großem Applaus begleitet“, so Büchling. „Es war einstimmig.“ Der Betriebsrat bewertet den Abschluss als „qualitativ leicht positiver“ als der jüngst erzielte Tarifabschluss in der Fläche. Im Prizip bekämen die VW-Mitarbeiter die Tariferhöhung zwei Monate eher zu spüren, so Büchling. „Das Geld kommt früher.“ Außerdem müssten die übrigen Metaller auch länger auf die Einmalzahlungen warten.

Als weiteren Pluspunkt der Vereinbarungen nennt Büchling die Wahrung der Altersteilzeitregelung für fünf Jahre. „Da wollte VW von weg.“ Und: Für alle Beschäftigten gebe es nun die Möglichkeit, Zusatzvergütungen in zusätzliche sechs Tage Freizeit zu wandeln. VW-Verhandlungsführer Arne Meiswinkel sagt in einer Pressemitteilung: „Der Tarifabschluss darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir weiterhin unsere Kosten strikt im Griff behalten müssen. Dies ist die Grundvoraussetzung, um unsere Transformation mit der notwendigen Geschwindigkeit fortzusetzen, unsere Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze zu sichern.“ (Sven Kühling)

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