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Gertrudenstift in Baunatal: „Mehrere Investoren haben Interesse“

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Von: Sven Kühling

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Möglicher Investor für das Gertrudenstift steht noch nicht fest: Der vorläufige Insolvenzverwalter spricht allerdings von mehreren Kaufinteressenten für die Einrichtung in Großenritte. Archiv
Möglicher Investor für das Gertrudenstift steht noch nicht fest: Der vorläufige Insolvenzverwalter spricht allerdings von mehreren Kaufinteressenten für die Einrichtung in Großenritte. Archiv © Andreas Fischer

„Die Suche nach einem Investor für das insolvente Gertrudenstift in Baunatal kommt gut voran.“ Das berichtet der Insolvenzverwalter, die Firma hww, in einer Pressemitteilung. „Inzwischen liegen mehrere konkrete Kaufpreisangebote von Interessenten vor.“

Baunatal – In den vergangenen Wochen war es vor allem um die Zukunft der Jungen Pflege im Gertrudenstift, der Phase F, gegangen, wo die 22 Pflegebedürftigen bis Ende März in andere Einrichtungen umgesiedelt werden sollten. Dazu sagt der Insolvenzverwalter: „In der Phase F-Einrichtung, deren Betrieb zum Monatsende eingestellt werden muss, konnte unterdessen bereits für den Großteil der Pflegebedürftigen eine Anschlussversorgung gefunden werden. Die Hälfte der Bewohnerinnen und Bewohner hat das Haus schon verlassen.“

„Das Investoren-Interesse an den Einrichtungen des Gertrudenstifts ist außerordentlich hoch“, betonte der vorläufige Insolvenzverwalter, Dr. Steffen Koch, in der Mitteilung. Seit Auftakt des Investorenprozesses Mitte Februar habe eine zweistellige Zahl von Interessenten die erforderliche Vertraulichkeitserklärung unterzeichnet und sich am Bieterprozess beteiligt. Noch immer stießen neue Interessenten dazu. Koch: „Jeder, der möchte, kann sich beteiligen, niemand wird ausgeschlossen“, betonte Koch. Auch Besichtigungstermine vor Ort und Gespräche mit der Geschäftsführung hätten stattgefunden.

Seit dieser Woche liegen laut vorläufigem Insolvenzverwalter mehrere konkrete Kaufpreisangebote vor. „Die Qualität der Angebote zeigt nicht nur, dass die Interessenten es ernst meinen, sondern auch, dass die Gläubiger bei einem erfolgreichen Abschluss auf eine gute Quote hoffen dürfen“, so Koch. In den nächsten Tagen und Wochen sollen nun auf Grundlage der Angebote konkrete Übernahme-Verhandlungen geführt werden.

Koch äußerte sich zuversichtlich, dass im Zuge des Einstiegs eines Investors auch für die Beschäftigten der Gertrudenstift Pflege gGmbH eine Lösung gefunden werden kann, die derzeit in der Phase F-Einrichtung arbeiten. Gleichzeitig betont er, dass die Entscheidung im Investorenprozess bei den Gläubigern liegt. (Sven Kühling)

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