Fertigstellung im November

Neue Brücke in Altenbauna wird barrierefrei

Ein Metallrohr wird neben der Straße von einem Bagger mit Beton gefüllt.
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Die Bauarbeiten der neuen Geh- und Radwegebrücke in Altenbauna liegen im Zeitplan. Am Mittwoch wurden die Mantelrohre mit Beton gefüllt. So entstehen die Bohrpfähle.

Auf der Landesstraße 3219 in Baunatal in Höhe der Haltestelle Baunsberg ist es derzeit ruhig, lediglich der Bus fährt dort als Schienenersatzverkehr. Neben der Straße geht es allerdings hoch her: Dort wird derzeit die neue Geh- und Radwegebrücke gebaut.

Baunatal - Die rund 50 Jahre alte Brücke hat Hessen Mobil bereits im vergangenen Jahr abreißen lassen, die neue soll im November fertig sein.

Derzeit werden laut Carsten Spielmann, Projektingenieur bei Hessen Mobil, die Bohrpfähle gesetzt – sie reichen etwa 15 Meter in die Erde und haben einen Durchmesser von 90 Zentimetern. Sechs Bohrpfähle sind es pro Seite. Das passiert, indem ein Mantelrohr in ein vorgebohrtes Bodenloch gelassen und dann mit Beton ausgegossen wird.

Auf die fertigen Bohrpfähle kommt die Fahrkopfplatte und darüber die Widerlager, die das Gewicht des Stahlüberbaus tragen, erklärt Spielmann. Dieser Stahlüberbau – also der Teil, der über die Straße führt – wird in Süddeutschland gefertigt und soll im November geliefert werden. Das etwa 60 Tonnen schwere Bauelement werde in die Konstruktion eingedreht, dafür werde die Straße noch einmal gesperrt.

So sah die alte Brücke aus, die 2019 abgerissen wurde.

Die Brücke überspannt die Straßenbahnhaltestelle und die Landesstraße auf einer Länge von 32 Metern, hinzu kommen laut Spielmann noch einmal rund 64 Meter für die Rampe auf der Seite des VW-Werks. Somit ergebe sich eine Gesamtlänge von knapp 100 Metern.

Das Geländer der Brücke wird Teil der Statik und stabilisiert die Brücke, erklärt Horst Brixel von der Stadt Baunatal. 3,60 Meter breit wird die Nutzfläche der Brücke, die Gesamtbreite liegt bei 4,65 Metern.

Die Rampe sorgt dafür, dass die Brücke barrierefrei ist, sagt Brixel. Sie habe eine Neigung von etwa sechs Grad und sei auch für Radfahrer freigegeben. Dadurch erfolgt ein wichtiger Lückenschluss zwischen Kassel und der Baunataler Innenstadt, so Baunatals Erster Stadtrat Daniel Jung.

Die Gesamtkosten für den Neubau liegen bei 1,9 Millionen Euro. Hessen Mobil trägt den größten Teil der Kosten, die Stadt Baunatal übernimmt laut Jung 570 000 Euro. Dank einer Förderung liege der Eigenanteil letztendlich bei etwa 132 000 Euro.

Die Straßenbahnstrecke bleibt bis Sonntag, 16. August, gesperrt, sagt Spielmann. Weil die Regionalbahn Kassel GmbH (RBK) noch Gleisinstandsetzungsarbeiten vornimmt, dauere die Sperrung der Landesstraße 3219 bis voraussichtlich Donnerstag, 13. August.

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