Treppe stoppte Rolli-Sportler

Neuer Aufzug in der Sportwelt des KSV Baunatal hilft

+
Gemeinsam Sport treiben: Manuela Galster (rechts) kommt jetzt mit dem Aufzug zu den Kursräumen in der KSV-Sportwelt, hier macht die Rollstuhlfahrerin beim Yoga mit von Kursleiterin Jacqueline Schwind-Schrader (2. von rechts).

Weil der KSV Baunatal zunehmend behinderte Sportler in seinen Betrieb integriert, hat er jetzt in die Sportwelt einen Fahrstuhl einbauen lassen.

Wenn Manuela Galster an einem Kurs in der Sportwelt des KSV Baunatal teilnehmen wollte, dann endete die Fahrt mit dem Rollstuhl spätestens an der Treppe des vereinseigenen Fitness-Zentrums an der Altenritter Straße. Die Rollifahrerin kam einfach nicht in die Etage, in der sich die Kursräume befinden.

Weil der Sportverein aber nun zunehmend auf die Inklusion behinderter Sportler setzt, hat die KSV Sportwelt jetzt einen Aufzug in die Sportwelt einbauen lassen. Seit wenigen Tagen sind die Kursräume damit barrierefrei zu erreichen.

Vieles leichter: Inklusionsmanagerin Katharina Tielmann nutzt ebenso den neuen Fahrstuhl.

„Das ist super, dass es einen Aufzug gibt“, sagt Manuela Galster. „Jetzt kann ich besser das Kursangebot nutzen. Das erweitert die Möglichkeiten“, sagt die Baunatalerin noch und rollt zu ihrem Yoga-Kurs.

Eine Erleichterung bedeutet der Fahrstuhl auch für Katharina Tielmann. Die Inklusionsmanagerin des KSV sitzt selbst im Rollstuhl. Bisher, so berichtet die 29-Jährige, habe sie nur im Untergeschoss der Sportwelt arbeiten können. „An einem Schreibtisch im Büro des Fitnessstudios.“ Jetzt hat Tielmann einen Platz auf der eigentlichen Verwaltungsebene des KSV bekommen. „Die Dienstwege sind jetzt viel kürzer“, betont sie und zieht das Fazit: „Alles ist jetzt viel besser.“

70 000 Euro hat der Einbau des Aufzuges laut Tielmann gekostet. Die Hälfte der Kosten habe die Agentur für Arbeit übernommen, da es ja auch um ihren Arbeitsplatz gegangen sei. Fertig wurde die Anlage Ende August.

Nicht nur Kursteilnehmer mit Behinderung und die Inklusionsbeauftragte profitieren von dem neuen Fahrstuhl. Zudem gebe es zahlreiche Teilnehmer in Reha-Angeboten, denen das Treppensteigen schwerfalle – etwa Menschen mit einer Parkinson-Erkrankung, berichten Tielmann und Katrin Eschstruth, beim KSV für das Kursangebot verantwortlich. Und: „Eltern mit kleinen Kindern im Maxi Cosi haben es jetzt wesentlich leichter.“

Vorteile bringt die neue Technik zudem für die Verteilung der Kurse auf die Sportwelt und auf den neuen Sportcampus des KSV in den Räumen der Baunataler Diakonie Kassel. Aufgrund der Barrierefreiheit könnten nun einige Kurse in die Sportwelt umziehen, so Eschstruth. „Es ist ein Stück Freiheit“, sagt sie zu den neuen Möglichkeiten. Und Katharina Tielmann ergänzt: „Ja, es ist sogar noch mehr.“

Kontakt:Erreichbar ist Inklusionsmanagerin Katharina Tielmann unter Tel. 05 61/57 05 99 20, E-Mail: katharina.tielmann@ksv-baunatal.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.