Sportverein eröffnet Trainingsareal im Industrie-Design

Neues Sportangebot des KSV Baunatal: Fitnessbox namens Kraftwerk

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Trainieren im Industrieambiente: Inga Kuhfuß und Dennis Siebrecht zeigen Übungen mit den neuen Fitnessgeräten. 

Baunatal – Training in einer Box? Sport in der Kiste? Das ist ab sofort beim KSV Baunatal möglich.

Der Sportverein erweitert sein Fitnessangebot auf dem Gelände der Baunataler Diakonie, dem Sportcampus an der Kirchbaunaer Straße. Trainieren ist dort mit und ohne Vereinszugehörigkeit möglich.

Der neue, funktional eingerichtete Sportraum – das ist die Box, und mit dem Namen „Kraftwerk“ ein junges, cooles Bewegungsangebot, das im Industriedesign daherkommt. „Der Industriecharakter ist gewollt“, sagt KSV-Vorsitzender Timo Gerhold. Rund 45 000 Euro habe der KSV in die Renovierung der bisher von der Diakonie genutzten Fläche und den Kauf einiger Geräte investiert. Viel Ausstattung gibt es nicht im Kraftwerk, einige Stühle und rustikale Tische aus Holz kommen noch hinzu.

Austoben und den Körper formen finde heute teilweise ohne aufwändige Fitnessgeräte statt, unterstreichen die Trainer Christoph Klein, Inga Kuhfuß und Katrin Eschstruth. Es gehe um „ehrliches Training“, sagt Klein: „Ein Training, bei dem man den Körper spürt.“ Junge Leute, die ab dem Jahr 2000 geboren sind, „die wollen das“, sagt Eschstruth. Da werden an der einen Ecke beim „Battle Rope“ schwere Seile geschwungen, daneben ein mächtiger Lkw-Reifen immer wieder gekippt und davor Gewichte an der Langhantel gestemmt.

Voraussetzung für den Besuch des Kraftwerks ist die Teilnahme an einem der Einführungskurse – den so genannten Kraftwerk-Basics. Dort werden beispielsweise die grundlegenden Techniken für das Training mit freien Gewichten gezeigt. Der gesamte Grundkurs mit drei Einheiten à 75 Minuten und einem dreistündigen Workshop kostet laut KSV 30 Euro. 

Für den Besuch von nur einer Einheit aus diesem Angebot muss der Sportler 10 Euro zahlen. Die Einzelheiten lassen sich in einer App nachlesen. Über diese ist auch das Einbuchen in die Kurse des Kraftwerks möglich. Die Angebote seien für die KSV-Mitglieder insgesamt etwas günstiger, betonen die Trainer. Nach Besuch einer Grundkurs-Einheit können die Sportler zum freien Training, dem „Open Gym“, kommen. Grundsätzlich sei ein ausgebildeter Trainer in der Box dabei. „Es gibt immer eine Aufsicht“, so Gerhold.

Zurück zum Industriecharakter: Die KSVer haben sich für die Teilnehmer ebenfalls Industrietitel einfallen lassen. Teilnehmer am Basis-Kurs werden Lehrlinge genannt, die Sportler im Open Gym sind die Gesellen, die Trainer heißen Schichtleiter und KSV-Fitness-Chef Christoph Klein ist der Werkleiter – eben ähnlich wie im benachbarten VW-Werk.

Infos: unter ksv-bauntal.de. Eröffnet wird die Functional Box „Kraftwerk“, Kirchbaunaer Straße 19, offiziell am Freitag, 8. November, ab 17 Uhr. Es gibt ein Showprogramm und Preise werden verlost.

Auch für Junggesellinnenabschiede nutzbar

Mit dem Kraftwerk wolle der KSV eine neue Sportstätte erschließen, sagt Vorsitzender Timo Gerhold. „Und das in schwierigen Zeiten.“ Das Angebot richte sich beispielsweise an Mannschaften, die einen Raum für ihr Fitnesstraining suchen. Auch das Thema Inklusion spiele eine große Rolle, so Gerhold. Man arbeite deshalb eng mit der Baunataler Diakonie Kassel zusammen. Im erweiterten Kursprogramm sollen nach Angaben der Trainer auch Angebote etwa nur für Frauen sowie für Senioren untergebracht werden. Außerdem sollen freie Gruppen das Kraftwerk auch für ein sportliches Treffen mit Musik nutzen können – etwa bei einem Junggesellinnenabschied.

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