Fachbüro soll neue Varianten erarbeiten

Baunatal: Parlament will Lösung fürs Sportbad im Aqua-Park

Für das Baunataler Sportbad soll nun eine neue Sanierungsvariante erarbeitet werden: Darauf einigten sich die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am Montag.
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Für das Sportbad soll nun eine neue Sanierungsvariante erarbeitet werden: Darauf einigten sich die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am Montag.

Die Pläne zur Umgestaltung des Baunataler Sportbades werden jetzt noch einmal völlig neu entwickelt. Das beschloss das Stadtparlament am Montag einstimmig.

Baunatal - Ein Fachbüro soll mit dazu genommen werden und gemeinsam mit der Politik Varianten für eine Sanierung oder gar einen Neubau des Bades im Aqua-Park erarbeiten.

Nach der Förderzusage durch den Bund von drei Millionen Euro für das Projekt folgt jetzt der nächste Schritt. Nach einem gemeinsam von allen Fraktionen gestellten Antrag zur Sportbadsanierung in Baunatal soll möglichst schnell eine Lösung zum Umbau der maroden Sportanlage, die von mehreren Schwimmschulen genutzt wird, gefunden werden. Weitere Fördermöglichkeiten sollen laut dem Beschluss geprüft und die Folgekosten in Zukunft gesenkt werden. „Die Ergebnisse werden möglichst zeitnah in einer interfraktionellen Sitzung vorgestellt und beraten“, heißt es in dem Papier. „Daraufhin entscheidet die Stadtverordnetenversammlung über das weitere Vorgehen und die Auswahl der Vorzugsvariante.“

Nach großem Streit im Parlament vor der Kommunalwahl im März und der Einrichtung eines Akteneinsichtsausschusses durch die Opposition, weil diese den für die Sanierung vom Rathaus genannten Zahlen nicht traute, verlief die Sitzung am Montag völlig unaufgeregt. Die Fraktionen einigten sich in fast allen Punkten schnell auf einen gemeinsamen Nenner – so auch bei der Badsanierung. Ein ursprünglich von den Grünen gestellter Antrag zu dem Vorhaben wurde ergänzt und letztendlich als gemeinsamer Antrag beschlossen.

Lothar Rost von den Grünen berichtete, dass schon nach den Sommerferien erste Koordinierungsgespräche mit dem Projektträger Jülich stattfinden sollen. Seine Fraktion werde auf die Vorlage von „realistischen Varianten“ für eine Sanierung oder einen Neubau achten, betonte er. Teil des Weges zum neuen Bad soll sein, zunächst vergleichbare Bäder-Projekte in anderen Kommunen in Augenschein zu nehmen.

Ferner befassten sich die Stadtverordneten mit einem weiteren Großprojekt in der Baunataler Innenstadt: mit der Sanierung des Rathauses. Zwar ist der große Umbau des 50 Jahre alten Gebäudes – wie etwa in der Stadt Vellmar – noch nicht in Sicht. Es geht aber los mit einem Anbau, der aufgrund aktueller Brandschutzbestimmungen notwendig wird.

In Höhe des Durchgangs vom Europaplatz zum Marktplatz soll es einen Anbau mit offener Treppenanlage geben. Der zusätzliche Fluchtweg für die Rathausmitarbeiter kostet die Stadt rund 700.000 Euro.

Im Falle eines Brandes sollen die Beschäftigten über die Fenster den zweiten Rettungsweg im Haus erreichen können. Lothar Rost von den Grünen kritisierte, dass es in Baunatal immer noch kein Sanierungskonzept für das Rathaus gebe. „Wie es besser geht, hat uns die Stadt Vellmar gezeigt“, sagte er. Dort sei das Rathaus mit einem Eigenanteil der Stadt für 16 Millionen Euro modernisiert worden. „Gründe waren die schlechte Bausubstanz, der mangelnde energetische Zustand, die veraltete Anlagentechnik sowie eine Sanierung von schadstoffbelasteten Baustoffen.“

Zudem wurde in der Versammlung der von Bürgermeisterin Silke Engler vorgestellte Doppelhaushalt 2021/2022 einstimmig zur Beratung an die Ausschüsse überwiesen. (Sven Kühling)

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