GSV Eintracht Baunatal: Bürgermeisterin mahnt zum Sparen

Sanierung der Großenritter Kulturhalle auf der Kippe

+
Wie sieht die Zukunft aus? Für größere Veranstaltungen ist die Kulturhalle Großenritte derzeit gesperrt.

Bei der Mitgliederversammlung des GSV Eintracht Baunatal wurde intensiv über die anstehende Sanierung der Kulturhalle diskutiert.

Baunatal– Wer sich beim GSV Eintracht Baunatal fragt, ob die Theatergruppe im nächsten Herbst in der Kulturhalle wieder eine Stück aufführen, der Musikzug dort Weihnachten feiern oder der GSV dort wieder seine Neujahrsbegrüßung abhalten kann, wurde während der Mitgliederversammlung des zweitgrößten Baunataler Sportvereins in der Gaststätte Hessischer Hof enttäuscht: Es gab dazu keine konkrete Antwort von Bürgermeisterin Silke Engler.

Bekanntlich ist die in die Jahre gekommene Kulturhalle Großenritte – traditionell die „gute Stube“ des GSV – schon länger wegen gravierender Brandschutzmängel aufsichtsbehördlich für Veranstaltungen gesperrt. Nur trainiert werden darf dort noch. Auch für den seit Jahren geplanten Ersatzneubau der Halle gibt es kein Datum. „Die Kulturhalle ist nicht aufgegeben, sondern nur aufgeschoben“, sagte Engler in ihrem Grußwort und vermied es, ein Datum zu nennen, bis wann der Verein sich in Geduld üben muss. Sie verwiese auf die durch VW, den größten Zahler der Stadt, verursachten heftigen Einbruch bei den Gewerbesteuereinnahmen. „Wir müssen gemeinsam durch diese Haushaltskrise gehen“ und „wir dürfen uns nicht auseinanderdividieren lassen“, erklärte sie weiter.

Die Sperrung der Halle sei für den Verein „eine große Bürde“, das Signal das von einer dauerhaften Schließung ausgehe, wäre „katastrophal“ und gefährde das Vereinsleben, hatte GSV-Chef Karsten Hellmuth zuvor an die Adresse Englers gerichtet gesagt und diese aufgefordert, „kurzfristig“ mit der Sanierung zu beginnen. Der GSV werde schon genug durch die Kürzung des städtischen Zuschusses belastet. Die Brandschutzmängel in der Halle seien seit Jahren bekannt. Engler verwies darauf, dass die Kulturhalle nur eine von fünf öffentlichen Liegenschaften sei, für die die Stadt Brandschutzauflagen erfüllen müsse. Sie wisse noch nicht, wie man das bezahlen solle. Darüber müssten noch Gespräche geführt werden.

Einstimmig bestätigten die Mitglieder den Vorsitzenden Karsten Hellmuth und dessen Stellvertreter Dierk Koch im Amt. Jochen Fischer löst Heike Quandt als weiterer Vize-Vereinschef ab. Auch er wurde einstimmig gewählt, ebenso wie Manuela Schlutz (Sachgebiet Veranstaltungen) und Bodo Krug (Sachgebiet Website), die neu in den geschäftsführenden Vorstand aufrückten. Stephan Löber und Anna Medyan wurden in den erweiterten Vorstand wiedergewählt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.