VW baut einige 150-KW-Stationen auf Werksgelände – 600 Säulen insgesamt

Schnellladen in nur 30 Minuten

Schnellladen: An den neuen 150-KW-Ladesäulen im VW-Werk Kassel in Bauntal lassen sich die Batterien zügig wieder mit Energie füllen. Alexander Meimbresse, Leiter Planung Infrastruktur, zeigt das hier mit einem ID.4.
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Schnellladen: An den neuen 150-KW-Ladesäulen im VW-Werk lassen sich die Batterien zügig wieder mit Energie füllen. Alexander Meimbresse, Leiter Planung Infrastruktur, zeigt das hier mit einem ID.4.

Kassel/Baunatal – Wenn ein Mitarbeiter im VW-Werk Kassel in Baunatal seinen ID.3 oder seinen ID.4 an eine der neuen 150-KW-Ladesäulen hängt, dann sind die Batterien innerhalb von 30 Minuten wieder bis zu 80 Prozent aufgeladen. So lautet jedenfalls die Werksangabe. Zwei dieser modernen Schnellladestationen wurden gerade auf dem Werksgelände installiert – zwei kommen in 14 Tagen hinzu.

Bis 2025 sollen es sechs werden. 54 Ladepunkte mit einer Ladeleistung von 11 KW sind geplant auf dem Werksgelände. Die schwächeren Einheiten reichen zum Ladevorgang während einer Schicht im Betrieb.

Immer mehr VW-Beschäftigte fahren Elektroautos. „Das ist sehr deutlich spürbar“, sagt Alexander Meimbresse, Leiter der Infrastruktur-Planung im Werk. Zunächst habe man das bei der Nutzung der Ladepunkte auf den Parkplätzen festgestellt, jetzt werde das Angebot auch auf dem Werksgelände selbst immer stärker nachgefragt. Deshalb laufe der Ausbau der Ladeinfrastruktur im Außen- und Innenbereich parallel. Laut Meimbresse werden beispielsweise gerade auf dem Parkplatz Nord 1 zu den 70 Säulen, die es schon gibt, 55 weitere hinzugefügt. 600 sollen es bis 2025 dann insgesamt sein.

VW in Baunatal ist dabei besonders wichtig, dass auch Nicht-Mitarbeiter ihre Autos an den Stationen auf den Außenparkplätzen mit Energie versorgen können. „Es soll sichtbar werden, hier gibt es ein Ladeangebot“, so Meimbresse. Der Abbau herkömmlicher Parkplätze und der Aufbau von Plätzen mit Ladesäule soll sich orientieren an der Zunahme von Elektroautos in der Belegschaft. „Wir warten, bis wir die nächste Ausbaustufe zünden.“

Für den Anschluss der Säulen wurden zahlreiche Leitungen in die Erde des Werksareals gelegt. Laut Meimbresse sind allein 2,5 Kilometer Mittelstromkabel von Umspannwerk an der Gießerei bis zur Verteilanlage Nord am Haupttor gezogen worden. (Sven Kühling)

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