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Schüler blicken auf VW-Technik

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Von: Sven Kühling

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Interessieren sich für Technik: Loris Fechner und Melissa Grau schauten sich am Tag der Technik mit vielen anderen Schülern in der E-Motoren-Fertigung des Baunataler VW-Werkes um.
Interessieren sich für Technik: Loris Fechner und Melissa Grau schauten sich am Tag der Technik mit vielen anderen Schülern in der E-Motoren-Fertigung des Baunataler VW-Werkes um. © Sven Kühling

„Die Fertigung von E-Motoren und die Getriebeentwicklung finde ich spannend“, sagt Melissa Grau. Da ist sie im VW-Werk Kassel in Baunatal genau richtig. Denn beide Komponenten für zahlreiche Modelle von Volkswagen werden hier gebaut. Am „Tag der Technik“ bekommen neben der 17-Jährigen genau 100 Oberstufenschüler aus der Region Einblicke in die moderne Produktion.

Kassel/Baunatal – Melissa Grau ist Schülerin der Theodor-Heuss-Schule in Homberg/Efze. Überhaupt, sagt sie, sei bei ihr das Interesse an Technik groß. Genau wie bei Loris Fechner. Der will demnächst das Abitur machen an den Beruflichen Schulen Witzenhausen. Schon dort habe er den Schwerpunkt Mechatronik und Elektrotechnik gewählt, berichtet er. „An der Schule mache ich dann auch Abitur.“ Im VW-Werk habe er jetzt mal die Möglichkeit, „die Dinge aus der Theorie in der Praxis zu sehen“.

Die jungen Frauen und Männer kommen aus Kassel und Umgebung nach Baunatal, etwa aus Wolfhagen, Fritzlar, Hessisch Lichtenau und Bebra. In mehreren Gruppen werden sie durch die Bereiche Getriebebau, E-Motoren-Fertigung und Gießerei geführt. Rund zehn Mitarbeiter aus dem Werk seien in den Tag der Technik eingebunden , berichtet Organisator Daniel Müller.

Ziel der Veranstaltung sei es, den Schülern Karrierechancen durch den Wandel in der Automobilindustrie vom Verbrennungsmotor zur E-Mobilität näher zu bringen, heißt es von VW. Personalleiter Stefan Kreher: „Gesucht werden junge Frauen und Männer, die sich für Technik begeistern. Das Format Tag der Technik ist genau das richtige dafür, technikbegeisterten Jugendlichen einen Eindruck auf unsere spannenden Ingenieurs- und Informatikberufe bei Volkswagen zu geben.“ Kai Gehring von von der Fertigungsplanung berichtet gegenüber den jungen Leuten, dass der Standort pro Jahr rund 250 Millionen Euro in neue Maschinen und Anlagen investiere. Bis 2030 werde nahezu die ganze Produktion am Standort auf den Bereich E-Antriebe umgestellt. Gehring und Entwicklungsingenieur Stefan Grützner präsentierten beispielsweise den Aufbau eines neuen Pulswechselrichters, der für die modernen Elektromotoren direkt am Standort gefertigt wird. 150 Millionen Euro würden in den nächsten Jahren allein in diesen Bereich investiert, so Gehring. Laut Grützner gibt es dafür eine Kooperation mit mehreren VW-Marken, etwa mit Audi und Porsche.

Der Ingenieur gibt den Besuchern abschließend noch ein Komplimet mit auf den Weg durch die Werkshallen: „Ich finde es toll, dass sich so viele junge Leute für Volkswagen interessieren.“

Übrigens: Für alle Schüler aus der Region bietet der Autobauer am kommenden Samstag, 8. Oktober, einen digitalen Berufsinformationstag online unter volkswagen- berufsinformationstag.de an. Außerdem läuft noch bis zum 28. Februar 2023 die Bewerbungsfrist für einen Ausbildung mit Start im kommenden September. (Sven Kühling)

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