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Erstes Turnier der Baunataler Karnevalisten nach zweijähriger Corona-Pause

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Von: Hanna Maiterth

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Tilda Proksch (7), Trainerin Laura Kolmsee und Esila Elsac (9) von der Rittergarde.
Bereit für das Turnier in der Rundsporthalle: Tilda Proksch (7), Trainerin Laura Kolmsee und Esila Elsac (9) von der Rittergarde. © Hanna Maiterth

Die Vorbereitungen für die „Baunataler Tanztage“ laufen auf Hochtouren. Denn Samstag und Sonntag soll sich in der Rundsporthalle Baunatal alles um den karnevalistischen Tanzsport drehen.

Baunatal – Neben dem 18. Qualifikationsturnier vom Deutschen Karnevalsbund (BDK) werden außerdem zum 41. Mal die Kurhessen-Meisterschaften ausgetragen. Veranstalter des Turniers sind die Großenritter Carnevals Gemeinschaft 1949 Baunatal und der Karneval-Verband Kurhessen. Rund 900 Tänzerinnen und Tänzer werden zum Turnier erwartet, sagt Dietrich Geißer, Leiter der Abteilung Karneval im GSV Eintracht Baunatal.

In drei Altersklassen gehen die Teilnehmenden an den Start: Jugend (fünf bis elf Jahre), Junioren (bis 15 Jahre) und Ü15 (ab 15 Jahre). 124 Teilnehmer kommen dabei aus dem eigenen Verein. „Wir wollen gute Ergebnisse erzielen“, sagt Geißer und ergänzt: „Es ist ein Qualifikationsturnier. Deshalb wollen wir uns auch für die Norddeutschen Meisterschaften 2023 qualifizieren.“ Bedenken hinsichtlich der Ziele habe er nicht. Das Training habe man aufgrund strenger Einhaltung der Hygienemaßnahmen und dem Engagement der Ehrenamtlichen in den vergangenen Jahren weitestgehend aufrechterhalten können, blickt der Abteilungsleiter zurück. Zum Teil seien die Gruppen dafür auf Online-Training umgestiegen. Die Vor-Corona-Bilanz spricht für die Karnevalstänzer aus Baunatal: 21 Mal holten sie sich bereits den Titel „Deutsche Meister“.

Weil die Saison vor kurzem startete, konnten sich die Sportlerinnen der Rittergarde, also die fünf- bis zehnjährigen, im Showtanz bereits für die Norddeutschen Meisterschaften im kommenden Jahr qualifizieren. „Wir sind sehr zufrieden“, sagt Laura Kolmsee (26) vom Trainerteam. Jetzt steht für die Mädchen noch der Marschtanz an. „Mit allen anderen Garden wollen wir uns spätestens beim eigenen Turnier qualifizieren“, sagt Geißer.

Nachdem in den vergangenen beiden Jahren die Wettkämpfe aufgrund der Pandemie ausgefallen sind, stehen viele der ganz jungen Sportlerinnen zum ersten Mal auf der Bühne. Die siebenjährige Tilda Proksch und die neunjährige Esila Elsac freuen sich auf das Turnier. Sie sind so aufgeregt, dass sie manchmal nicht schlafen können, erzählen sie mit breitem Lächeln.

Weil in den vergangenen beiden Jahren natürlich trotzdem der Wechsel von Rittergarde zu Prinzengarde stattfand, ist die Zusammensetzung bei den Älteren zwischen elf und 15 Jahren ebenfalls ganz neu, wie Trainerin Alena Seifert (25) erklärt.

Nach der langen Zeit ohne Turniere seien die Mädchen aufgeregt. Sie haben zwar alle Turniererfahrung, doch die neue Gruppe, die Auftritte am Nachmittag statt am Vormittag, das seien für sie alles Veränderungen. „Wir fühlen uns dennoch gut vorbereitet“, sagt Seifert. Felina Siebert (13) tanzte mit der Prinzengarde schon einmal Turniere. Für Leni Hanke (13) ist es das erste Mal. Aufgeregt sind beide. „Sobald wir auf der Bühne stehen, ist das aber vorbei“, sagt Franke. (Hanna Maiterth)

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