Gewerkschaft der Polizei ehrte Sebastian Fitzek und Jan Fleischhauer

Sterne für Autor und Kolumnisten in Baunataler Stadthalle

Preisverleihung in der Baunataler Stadthalle: (von links) Lars Elsebach (GdP), Polizeioberkommissar Andy Eisenmann, Journalist Jan Fleischhauer, Autor Sebastian Fitzek und Stefan Rüppel (GdP).
+
Preisverleihung in der Baunataler Stadthalle: (von links) Lars Elsebach (GdP), Polizeioberkommissar Andy Eisenmann, Journalist Jan Fleischhauer, Autor Sebastian Fitzek und Stefan Rüppel (GdP).

Die Kreisgruppe Kassel der Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat den Schriftsteller Sebastian Fitzek und den Journalisten Jan Fleischhauer am Donnerstagabend mit einem GdP-Stern ausgezeichnet.

Kassel / Baunatal – Er möge es nicht sonderlich, wenn er als Deutschlands bester Krimiautor oder gar als der deutsche Stephen King angekündigt werde, soll der Autor Sebastian Fitzek mal in einem Interview gesagt haben. Das erwähnte Lars Elsebach, Vorsitzender der Kreisgruppe Kassel der Gewerkschaft der Polizei (GdP), als er gestern Abend in der Baunataler Stadthalle eine Laudatio auf den 49-jährigen Fitzek hielt.

Der Bestseller-Autor wurde vor 150 Gästen ebenso wie der 59-jährige Journalist Jan Fleischhauer (Focus) mit dem GdP-Stern der Kreisgruppe Kassel ausgezeichnet. Dieser Preis wird an Menschen verliehen, die dazu beitragen, das Bild des Polizeiberufs in der Öffentlichkeit positiv zu fördern.

Auch wenn Fitzek solche Vergleiche nicht möge, so habe er doch die „Krimi- und Thrillerwelt auf den Kopf gestellt und auch ein wenig revolutioniert“, sagte Elsebach. In seinen Büchern schaffe er es, die Realität mit der fiktiven Welt zu verschmelzen und damit Stränge zu ziehen, die einen regelrecht fesselten. Mehrere seiner Bücher wurden bereits verfilmt.

Einer der wenigen, die den Erfolgsautoren bislang nicht kannten, ist Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle. Das gab er in seinem Grußwort zu. „Ich lese keine Krimis. Ich habe ansonsten Thrill genug“, sagte Geselle. Aber seine Gattin habe ihn beauftragt, ihre Hochachtung an Fitzek weiterzugeben. Sie sei ein großer Fan von seinen Büchern.

Stefan Rüppel, Vorsitzender der GdP Nordhessen, ist ein großer Fan von dem Journalisten Jan Fleischhauer. Er freue sich auf jeden Samstag, wenn er seine Kolumne im Focus lesen könne. Der Journalist wurde für seine Kolumne „Her mit den Vorurteilen! Wie sich Deutschland ein Polizeiproblem herbeiredet“ vom Juli 2020 von der GdP ausgezeichnet. Fleischhauer habe ein klares Statement abgegeben in einer Zeit, wo seine Kollegen als Nazis und Rassisten beschimpft würden, so Rüppel. Er freue sich wahnsinnig über den Preis, sagte Fleischhauer. „Das, was uns vom Abgrund des Chaos trennt, ist die Polizei.“

Unter die Haut ging eine weitere Auszeichnung. Der 43-jährige Polizeioberkommissar Andy Eisenmann, der im Baunataler Revier Süd-West arbeitet und am Edersee lebt, wurde als Gewerkschafter des Jahres geehrt. Nach der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz ist er an mehreren Wochenenden mit 27 Kollegen und Fußballfreunden in das Krisengebiet gefahren, um den Menschen vor Ort beim Wiederaufbau zu helfen. Sie schafften den Schlamm aus den Häusern und klopften den Putz von den Wänden. Und das alles in ihrer Freizeit.

Der Kontakt wurde über die GdP hergestellt. Ansprechpartnerin vor Ort war die Polizistin Christiane Mausberg-Henriques, Verkehrssicherheitsberaterin bei der Bad-Neuenahr-Ahrweiler (Rheinland-Pfalz). Die 50-Jährige ließ es sich nicht nehmen, bei der Auszeichnung ihres Kollegen in Baunatal dabei zu sein. „Es ist großartig, dass er ausgezeichnet wird. Das hat er sich verdient“, so Mausberg-Henriques über ihren Kollegen aus Nordhessen.

Hintergrund

Seit 1988 verleiht die Kasseler Kreisgruppe der Gewerkschaft der Polizei den GdP-Stern. Preisträger waren unter anderem die Schauspielerinnen Iris Berben, Evelyn Hamann und Ulrike Folkerts, die Schauspieler Jan Fedder, Jürgen Heinrich und Henning Baum sowie die Schriftstellerin Nele Neuhaus. Auch Journalisten wurden schon mit dem GdP-Stern ausgezeichnet, wie die beiden HNA-Redakteure Jörg Steinbach und Ulrike Pflüger-Scherb.

Ein Interview mit Sebastian Fitzek lesen Sie in der Montagsausgabe der HNA. (use)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.