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Themen des Jungen Forums sollen in Baunataler Politik eingebunden werden

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Von: Sven Kühling

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Thema im Jungen Forum: Auch um den Bau einer asphaltierten Radstrecke, einem Pumptrack, ging es bei der Auftaktveranstaltung in Baunatal. Hier ist eine solche Anlage in Sontra zu sehen. Jetzt ist die Frage, wie die Ideen in die politische Arbeit einfließen können. Archi
Thema im Jungen Forum: Auch um den Bau einer asphaltierten Radstrecke, einem Pumptrack, ging es bei der Auftaktveranstaltung in Baunatal. Hier ist eine solche Anlage in Sontra zu sehen. Jetzt ist die Frage, wie die Ideen in die politische Arbeit einfließen können. © Berg, privat/nh

Pumptrack, Halfpipe, ein Jugendcafé und Shopping speziell für junge Leute – das sind nur einige wenige Vorschläge, die Jugendliche bei der Auftaktveranstaltung zum Jungen Forum Baunatal entwickelten. Organisatorin Bettina Pauli vom Rathaus Baunatal versprach am Ende, dass die Ideen in der Verwaltung Gehör finden werden. Wir fragten bei den Fraktionen im Stadtparlament nach, wie sie das Junge Forum künftig in die politische Arbeit einbinden wollen.

Baunatal – SPD-Fraktionsvorsitzender Udo Rodenberg sieht zunächst den klassischen Weg der Ideen in die Gremien. „Das wird im Rahmen der Fraktionen aufgenommen“, sagt er. Von dort gelange alles über den Magistrat, den Sozialausschuss letztendlich in die Stadtverordnetenversammlung. Aus den Fraktionen heraus würden Initiativen gestartet und Anträge formuliert, so Rodenberg.

Und gibt es einen einzelnen Punkt aus der ersten Ideensammlung des Jungen Forums, den die SPD aufgreifen will? „Ich möchte nichts als wichtigsten Punkt herausheben“, so Rodenberg. „Es ist alles wichtig. Wir müssen nur sehen, was auch umsetzbar ist.“

„Wir sind offen“, sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Sebastian Stüssel als Erstes. Er sieht in einer eher lockeren Konstellation „absolute Vorteile“. Eine zu starre Form schrecke junge Menschen eher ab, sagt Stüssel.

Einen besonderen Punkt will der Christdemokrat aus den Vorschlägen ebenfalls nicht herausgreifen. Einen neuen Pumptrack, so wie gefordert, sei aber auf jeden Fall interessant. „Der alte ist in die Jahre gekommen. Da sehe ich Handlungsbedarf.“

Grundsätzlich, sagt der CDU-Fraktionschef noch, müsse man beobachten, was gerade genau bei jungen Menschen im Trend liegt. Es nütze nichts, etwas zu bauen, was schnell wieder veraltet sei.

Die Grünen-Fraktion wertet in einer Pressemitteilung zunächst „die hohe Beteiligung von 60 engagierten Schülern bei der Auftaktveranstaltung des Jungen Forums als Erfolg“.

„Bei Freizeitgestaltung, Sport und dem Shoppen ist sicherlich viel Eigeninitiative gefragt“, sagt Fraktionsvorsitzender Edmund Borschel in der Mitteilung. „Die Politik ist dagegen gefordert, wenn es um das Bereitstellen einer öffentlichen Infrastruktur für die jüngere Generation geht.

Und: „Wenn nunmehr im Jungen Forum ein Gremium institutionalisiert wird, wo Jugendliche gehört werden und gestalten können, geht es unter anderem darum, eine Form zu finden, in welchem Rhythmus das Junge Forum arbeiten/tagen will.“

Auch die FDP sei offen für die Themen der Jugendlichen, betont Gisela Harte von der Fraktion der Liberalen im Baunataler Stadtparlament. Auch wenn es mit der Zeit weniger Engagierte gebe in dem Gremium, sollten diese auf jeden Fall am Ball bleiben, so Harte.

Den Bau eines modernen Pumptracks unterstütze die Fraktion auf jeden Fall. Auch müsse man nochmal über die Situation mit den vor einem Jahr an der KSV-Sportwelt von der Stadt abgebauten Basketballkörben sprechen.

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