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Patenschaft mit Baunatal: Traum ging in Erfüllung

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Von: Manfred Schaake

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Freuen sich auf das Wohltätigkeitskonzert, mit dem auch die 30-jährige Patenschaft des Heeresmusikkorps Kassel mit der Stadt Baunatal gefeiert wird. Die Oberstabsfeldwebel Andreas Alschinger (links) und Gunther Ninnemann vor dem Gebäude des Musikkorps in der ehemaligen Lüttichkaserne.
Freuen sich auf das Wohltätigkeitskonzert, mit dem auch die 30-jährige Patenschaft des Heeresmusikkorps Kassel mit der Stadt Baunatal gefeiert wird. Die Oberstabsfeldwebel Andreas Alschinger (links) und Gunther Ninnemann vor dem Gebäude des Musikkorps in der ehemaligen Lüttichkaserne. © Manfred Schaake

Auch die beiden Oberstabsfeldwebel Gunther Ninnemann (56) aus Kassel und Andreas Alschinger (49) aus Homberg stehen am kommenden Sonntag, 11. Dezember, ab 16 Uhr beim diesjährigen Wohltätigkeitskonzert des Heeresmusikkorps Kassel wieder auf der Bühne in der Stadthalle Baunatal. Die Musiksoldaten sind sozusagen Männer der ersten Stunde.

Baunatal – Andreas Alschinger ist Musikzugführer, Gunther Ninnemann Organisationsfeldwebel des Musikkorps. Das war 1956 in Kassel aufgestellt worden und sollte im Zuge der Bundeswehr-Reformen schon zweimal aufgelöst werden. Dass es dazu nicht kam, ist nach den Worten von Ninnemann auch „einer ganz großen Unterstützungswelle“ zu verdanken. Vereine, Verbände, Musikschulen und Kommunen aus der Region kämpften für den Erhalt, darunter die Städte Baunatal und Kassel.

Schon seit 1978 gibt es die Wohltätigkeitskonzerte in Baunatal. Sie sind fest im Terminkalender verankert. „Eine wunderbare Patenschaft, die immer gelebt hat, ein Miteinander, das durch viele Kontakte menschlich gewachsen ist“, sagt Ninnemann. Er war beim Weihnachtskonzert 1989 erstmals dabei. Seit 30 Jahren besteht die Patenschaft zwischen dem Heeresmusikkorps und der Stadt Baunatal. Bisher konnten 162 359 Euro für wohltätige Zwecke in der VW-Stadt gespendet werden.

„Zufriedenheit, Stolz und Dankbarkeit“ – diese Bilanz zieht Andreas Alschinger. Durch das Konzert vor 30 Jahren kam er zum Musikkorps. Er ist in Kassel geboren, lebte in Großenritte, absolvierte im VW-Werk eine Lehre zum Kommunikations-Elektroniker. Schon als Neunjähriger begann er mit der Spielmanns-Flöte im Musikzug des GSV Eintracht Baunatal, spielte später Klarinette. „Für uns Jugendliche war das Weihnachtskonzert ein fester Termin“, erläutert Alschinger. Vor genau 30 Jahren war er Zuhörer: „So voll hatte ich die Stadthalle noch nie erlebt.“ In diesem Heeresmusikkorps einmal mitspielen zu dürfen, „wäre ein Traum“, habe er sich gedacht. Dieser Traum sollte sich erfüllen.

Nach dem Ende der Lehre machte er das Fachabitur, kam als Wehrpflichtiger zur Bundeswehr, wurde als Sanitäter ausgebildet. Nach dem Erfolg beim so genannten Vorspielen erfüllte sich der Wunschtraum: 1994 stand er zum ersten mal auf der Bühne, das Studium zum Musikfeldwebel schloss sich an. Heute spricht er von einem schönen Gefühl: „Man fühlt sich besonders verbunden zum Musikkorps und zur Stadt Baunatal.“ Hinzu komme, dass die Musikzüge GSV Eintracht und KSV Baunatal von ehemaligen Mitgliedern des Musikkorps geleitet werden. „Viele Musiker aus beiden Vereinen haben ihre Wehrpflicht geleistet“, sagt Alschinger.

Beide Stabsfeldwebel freuen sich darüber und sind dankbar, dass die Patenschaft mit Baunatal „lebt, all die Jahre so lebendig geblieben ist, unsere Musik Freude bringt und Menschen geholfen wird“, wie sie übereinstimmend sagen. Ihr gemeinsamer Wunsch: „Dass diese Patenschaft weitere 30 Jahre existiert und von den Menschen getragen wird.“

„Sehr vertrauensvoll, herzlich, offen, menschlich“ – so hatte der jetzige Chef, Oberstleutnant Tobias Terhardt, im Frühjahr im HNA-Gespräch die Patenschaft bezeichnet. (Manfred Schaake)

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