Kosten für die Stadt liegen vermutlich bei über zwei Millionen Euro

Vier Hallen in Baunatal sind sanierungsbedürftig

Das Bild zeigt den Eingangsbereich der Max-Riegel-Halle
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Die Max-Riegel-Halle ist eine von vier Hallen in Baunatal, die dringend saniert werden müssen.

Baunatal - Dass die Max-Riegel-Halle und die Kulturhalle in Baunatal sanierungsbedürftig sind, steht schon länger fest. Nun hat sich herausgestellt, dass auch die Langenberghalle in Großenritte Schäden aufweist. Das bestätigt der Erste Stadtrat Daniel Jung. In Baunatal sind derzeit drei der sieben stadteigenen Sporthallen sanierungsbedürftig, hinzu kommt laut Jung die Sporthalle an der Erich-Kästner-Schule (EKS). Ein Überblick:

Langenberg-Sporthalle

An der Westseite der Langenberg-Sporthalle in Großenritte ist es zu Feuchtigkeitsschäden gekommen, wodurch die Holzverbinder beschädigt wurden. Das muss laut Jung saniert werden. Ein Gutachten liege bereits vor, erste Sicherungsvorkehrungen seien bereits getroffen worden – der Trainingsbetrieb in der Halle läuft derzeit weiter. Eine Sanierungsplanung habe die Stadt in Auftrag gegeben. „Ich rechne im Herbst mit einer Kostenprognose“, sagt Jung. Vermutlich liegt der finanzielle Aufwand für die Stadt im sechsstelligen Bereich. Die Sanierung der Langenberg-Sporthalle werde vermutlich nach der der Max-Riegel-Halle und der Kulturhalle stattfinden.

Max-Riegel-Halle

Der Brandschutz der Max-Riegel-Halle in Altenbauna muss erneuert werden, so Jung. Da eine neue Belüftungsanlage eingebaut werden musste, sei bei der Deckenöffnung bemerkt worden, dass dort auch eine Schadstoffsanierung nötig ist. „Die Max-Riegel-Halle ist derzeit das dringlichste Thema“, so Jung. Sie sei gesperrt und müsse es auch für die Dauer der Bauarbeiten bleiben – diese sollen Anfang 2021 beginnen und nach der Sommerpause beendet sein. Laut Jung sind die Räume in den Nebengebäuden weiterhin nutzbar. Die veranschlagten Kosten für die Sanierung betragen rund 550 000 Euro. Etwa 70 Wochenstunden mussten auf andere Hallen verteilt werden – „das haben wir recht gut hinbekommen.“

Kulturhalle

Auch an der Kulturhalle in Großenritte muss der Brandschutz erneuert werden. Laut des Ersten Stadtrats handelt es sich um „viele kleinteilige Maßnahmen“. Die Empore müsse dafür gesperrt werden, weil neue Brandschutzsperren eingebaut und somit neue Brandabschnitte geschaffen werden. Die Halle könne aber trotz der Bauarbeiten, die im Laufe des kommenden Jahres beginnen sollen, weiter genutzt werden – zu kurzfristigen Sperrungen des Gebäudes kann es Jung zufolge aber dennoch kommen. Die Kosten werden voraussichtlich bei etwa 420 000 Euro liegen.

Halle an der EKS

Die Sporthalle an der EKS in Altenbauna ist laut Jung an die Schule angeschlossen, werde aber auch von Baunataler Vereinen genutzt. Die Sanierung wird vom Landkreis Kassel geplant und die Stadt beteilige sich an den Kosten. Die Halle soll grundlegend und in allen Bereichen saniert werden, berichtet Landkreissprecher Harald Kühlborn. Sie soll eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung erhalten, wird energetisch saniert, bekommt einen neuen Hallenschwingboden, eine neue Unterdecke, neue Sanitärbereiche und wird barrierefrei.

Finanziert wird das über Mittel des Kommunalen Investitionsprogramms „KIP macht Schule“, Geld des Landkreises und der Stadt Baunatal. „Die Gesamtinvestition beträgt voraussichtlich rund 3,9 Millionen Euro für die bauliche Sanierung und 250 000 Euro für die Erneuerung der fast 45 Jahre alten Tribüne“, sagt Kühlborn. 1,3 Millionen Euro übernehme Baunatal, die restliche Summe werde zu 75 Prozent gefördert – den Rest zahlt der Landkreis. Die Bauarbeiten werden laut Kühlborn voraussichtlich im Februar 2021 beginnen und bis Jahresende dauern. „In dem Zeitfenster ist die Halle nicht nutzbar“, sagt Jung. Sie werde mit rund 100 Wochenstunden belegt, diese müssen verteilt werden.

Fazit

Das Ziel ist, die Vereine möglichst wenig einzuschränken, sagt Jung. Deshalb sei man im Gespräch und versuche, die Belegzeiten möglichst gut abzustimmen. Durch die Sperrung von der Sporthalle an der EKS werde langsam die Kapazitätsgrenze erreicht. Deshalb soll laut des Ersten Stadtrats geprüft werden, ob man auf Hallen im Umfeld ausweichen kann. Auch die Nutzung von privaten Sportstätten, etwa der Baunataler Diakonie Kassel oder von Fitnesscentern, sei denkbar. Aus dem geplanten Sportentwicklungplan würden sich sicherlich auch neue Erkenntnisse ergeben.

Dass die Hallen saniert und nicht neu gebaut werden, wie es mal in der Überlegung war, sei letztendlich auch der wirtschaftlichen Lage der Stadt geschuldet. Ziel ist es laut Jung, dass alles im Einvernehmen mit den Vereinen gut funktioniert: „Wir müssen zusammenrücken.“

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