Täglich 900 Hybrid-Antriebe

VW: Nachfrage nach Bauteil aus Baunatal steigt – weitere Aufstockung geplant

Produktion läuft auf Hochtouren: Frank Meinen (von links), Peggy Hohenwarter, Peter Golletz, Berke Güney und David Kunz gaben bereits im Juli 2020 einen Einblick in die Produktion de DQ 400e. Mittlerweile verlassen täglich 900 Hybrid-Komponenten das Werk in Baunatal.
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Die Produktion läuft auf Hochtouren: Frank Meinen (von links), Peggy Hohenwarter, Peter Golletz, Berke Güney und David Kunz gaben bereits im Juli 2020 einen Einblick in die Produktion de DQ 400e. Mittlerweile verlassen täglich 900 Hybrid-Komponenten das Werk in Baunatal.

Im VW-Werk Kassel in Baunatal werden täglich 900 Hybrid-Antriebe gebaut. Und die Nachfrage steigt weiter, weshalb eine weitere Aufstockung geplant ist.

Kassel/Baunatal – Die Produktion von Getrieben und Elektroantrieben für die Hybrid-Modelle von Volkswagen im Werk Kassel in Baunatal brummt. Laut Pressemitteilung von Werksprecher Heiko Hillwig wurde die Produktion innerhalb von wenigen Jahren von täglich 300 auf jetzt 900 Einheiten des DQ 400e aufgestockt.

„Unser neues DQ 400e wird uns momentan aus den Händen gerissen“, sagt Abteilungsleiter Christian Albert in der Mitteilung. Anfang 2022 sei ein weiterer Ausbau der Fertigung dieses elektrischen Antriebsstranges um weitere 200 Einheiten täglich geplant. Zu der Komponente zählen ein 110-PS-starker Elektromotor sowie daran anschließende Getriebeteile. Das DQ 400e ermöglicht elektrisches Fahren als Ergänzung zum Einsatz eines herkömmlichen Verbrennungsmotors – etwa für Fahrten zum Arbeitsplatz. VW gibt an, dass man mit dem E-Antrieb 80 bis 90 Prozent seiner Touren rein elektrisch erledigen könne.

VW im Kreis Kassel: Auch Zahl der Mitarbeiter steigt

Die Maschinen und Anlagen für die Fertigung des neuen „DQ400e evo“ seien binnen zwölf Monaten integriert und neu aufgestellt worden, heißt es weiter. Ziel der neuen evo-Generation sei, den Wirkungsgrad zu erhöhen, die Robustheit zu steigern, die Akustik zu verbessern, die Einzelkosten zu senken und die neuen CO2-Anforderungen einzuhalten.

Für Werkleiter Jörg Fenstermann ist der Prozess zudem ein Beispiel für „gelungene, erfolgreiche Transformation“. Mitarbeiter aus der Fertigung von immer weniger benötigten Handschaltgetrieben würden jetzt in einem der „zukunftswichtigsten Produkte am Standort“ eingesetzt, so der Werkleiter. Nach Angaben von VW stieg die Zahl der Mitarbeiter, die in der Halle 6 in Baunatal (Kreis Kassel) am DQ 400e arbeiten, von 240 beim Hybrid-Start im Jahr 2014 auf mittlerweile 880 an. (Sven Kühling)

Trotz Corona-Pandemie steckt das VW-Werk Kassel in Baunatal mitten im Umbruch von der Verbrennungstechnik hin zum Elektroantrieb. Der Kraftakt der Transformation gelingt.

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