Mitarbeiter im VW-Werk in Baunatal

Deutscher Meister: VW-Azubi Andreas Bubenhagen siegt in Bundeswettbewerb

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Alles genau im Blick: Das Bild zeigt Andreas Bubenhagen mit einem Teil aus der Schmiede-Werkzeug-Fertigung. Nach einem Jahr praktischer Arbeit will der bundesbeste Azubi ein Studium beginnen.

Er ist 20 und schon Deutscher Meister - bei den Azubis. Wir stellen Andreas Bubenhagen vor, der als Zerspaner bei VW arbeitet. 

Dass er von Bundesministerin Anja Karliczek und DIHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer in Berlin ausgezeichnet wurde, das empfindet Andreas Bubenhagen als „sehr hohe Wertschätzung“. Dass er aber dann noch von Moderatorin Barbara Schöneberger vor rund 1000 Leuten in der Halle auf der Bühne interviewt wurde, „das war einzigartig“. 

Der Azubi aus dem VW-Werk Kassel in Baunatal wurde jetzt als bester Zerspanungsmechaniker Deutschlands geehrt. Wer mit dem 20-Jährigen aus Ungedanken bei Fritzlar ein Gespräch führt, der merkt schnell, die gute Leistung zum Abschluss der dreijährigen Ausbildung an der VW Akademie in Baunatal ist kein Zufall. Vieles deutet auf eine hohe Zielstrebigkeit des jungen Mannes in der blau-grauen VW-Montur hin.

VW-Azubi war bereits schon einmal Dritter im Bundeswettbewerb

„Wenn man hier im Unternehmen weiterkommen will, braucht man einen guten Abschluss“, sagt Andreas Bubenhagen, ohne dass er dabei überheblich wirkt. Schon während der Lehre habe er an einem bundesweiten Wettbewerb für Zerspanungsmechaniker teilgenommen. Auch dabei sei er ins Finale gekommen und Dritter geworden.

Nach so guten Leistungen ist es logisch, dass Bubenhagen von VW in eine gute Position übernommen wurde

Er arbeite seit Mitte Juni in der Schmiede-Werkzeugfertigung, berichtet er. Der 20-Jährige bringe die Fähigkeit mit, „ganz tief im Detail stecken zu wollen“, erklärt Karsten Hochhut, Leiter der Abteilung. „Und wer die richtige Einstellung an den Tag legt, dem fällt die Arbeit auch in den Schoß.“ Ein wenig stolz ist der Top-Azubi auf die Beteiligung an der Produktion für das neue VW-Elektroauto, den ID.3. „Dafür stellen wir Schmiedewerkzeuge her.“ Auch die Kegelradrohlinge für die Kegelradgetriebe des ID werden laut Hochhuth in der Abteilung gefertigt.

Azubi mit Ambitionen: Erst Erfahrung sammeln, dann studieren

Ein Jahr wolle er in der Fabrik Praxiserfahrung sammeln, sagt Bubenhagen weiter. Dann hoffe er auf eine Studienförderung von VW im konzerneigenen Programm „Agebi Plus“. Im Kopf hat er bereits die Studiengänge Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen mit der Fachrichtung Maschinenbau.

Bis es soweit ist, will Bubenhagen nichts dem Zufall überlassen. Denkbar sei, dass er mit Unterstützung der VW Akademie für zwei, drei Monate ins chinesische VW-Werk nach Tianjin gehe, sagt er und ergänzt noch mit einem Lächeln. „Da hab ich Bock drauf.“ 

Bundessieger Andreas Bubenhagen: Einfach Freude am Beruf haben

Auch einen Tipp für künftige Azubis hat der Bundessieger noch parat. Man müsse einfach Freude daran entwickeln und das, was man in der Theorie während der Ausbildung lerne, „dann auch in der Praxis umsetzen“.

Und bleibt bei so viel beruflichem Interesse noch Zeit für eine Freundin? Da habe er im Moment keine, sagt der 20-Jährige mit einem Augenzwinkern. Sonst wäre das mit dem Wunsch nach China zu gehen, auch nicht umsetzbar.

Zeit für Hobbys bleibe trotzdem. Etwa zum Fußballspielen als Linksverteidiger bei der Spielgemeinschaft Ungedanken/Mandern. „Außerdem will ich aktives Mitglied in der Feuerwehr werden“, sagt der 20-Jährige. „Und im Winter gehe ich natürlich zum Skifahren.“

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