Projekte von 80 Initiativen in der gesamten Region werden gefördert

VW-Werk in Baunatal gibt 108 000 Euro für Vereine

Zeigten sich zufrieden mit dem Engagement von VW: Betriebsrat Thomas Frye (von links), Maren Hofmann, Mitarbeiterein des Betriebsrates, Personalchef Dr. Stefan Kreher sowie Marc Huber und Joachim Rose vom Waldkindergarten Niedenstein an einer Plattform für ein Elektroauto, die im Baunataler Werk gefertigt wird.
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Zeigten sich zufrieden mit dem Engagement von VW: Betriebsrat Thomas Frye (von links), Maren Hofmann, Mitarbeiterein des Betriebsrates, Personalchef Dr. Stefan Kreher sowie Marc Huber und Joachim Rose vom Waldkindergarten Niedenstein an einer Plattform für ein Elektroauto, die im Baunataler Werk gefertigt wird.

Gute Nachricht für die Region kurz vor Weihnachten: 108 000 Euro schüttete das VW-Werk Kassel in Baunatal in diesem Jahr an gemeinnützige Vereine aus. Rund 80 Institutionen erhielten 2020 eine Förderung für nachhaltige Projekte. Das gaben das Werkmanagement und der Betriebsrat jetzt bekannt.

Kassel/Baunatal - „Wir machen das gerne, weil wir so etwas an die Region zurückgeben können“, sagte Thomas Frye vom VW-Betriebsrat. „Wir tun damit vor allem etwas für Kinder und Jugendliche.“ Das Engagement, das über die Belegschaftsspende zu einem Teil von den 17 000 Beschäftigten des Standortes selbst kommt, freute auch Personalchef Stefan Kreher. „Helfen hilft“ laute für ihn das Motto. Und: Kinder seien während der Corona-Pandemie häufig die Leidtragenden. Deshalb müsse dort besonders geholfen werden.

Beispiele für geförderte Initiativen sind das Familienhaus Neuenbrunslar, die Fritzlarer Tafel, die Freiwillige Feuerwehr Schachten, der Förderverein Baunsbergschule, die Frauenhilfe nach Krebs, der Blinden- und Sehbehindertenbund Hessen, die THW Helfervereinigung Kassel, die Feuerwehr Niedervorschütz und der SV Bahlhorn mit seinen Tanzgruppen. Die gemeinnützigen Vereine müssen, so ist die Vorschrift des auswählenden VW-Sozialausschusses, aus einem Umkreis von bis zu 85 Kilometern um das nordhessische VW-Werk kommen.

Der Waldkindergarten Niedenstein hat beispielsweise einen Zuschuss über 1800 Euro für den Kauf eines neuen Tipis bekommen. Das große Indianerzelt dient der Einrichtung neben einem Bauwagen als Behausung. In dem Zelt gebe es etwa eine Feuerstelle, berichtete Kita-Träger Joachim Rose bei der Übergabe des Geldes im VW-Werk. „Dort wird auch gerne mal vorgelesen.“

Die Kinder des Waldkindergartens sind täglich draußen, erläuterten Rose und Fördervereinsvorsitzender Marc Huber. Besonderen Wert beim Tagesprogramm werde auf Ökologie, Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein gelegt. Das Heizen im Winter im Bauwagen und in den Zelten müssten die Kinder beispielsweise durch das Sammeln von Holz unterstützen.

Schon jetzt im Winter können sich die 25 Jungen und Mädchen des Niedensteiner Kindergartens auf ihr neues Indianerzelt freuen. Wenn es nicht mehr so nass im Wald sei, verspricht Joachim Rose, werde das Tipi aufgestellt. Und vielleicht gibt es dann auch schon direkt eine gemütliche Vorlesestunde? (Sven Kühling)

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