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Wann hängen E-Autos am Netz? Feldtest zum Ladeverhalten rund um Baunatal

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Von: Sven Kühling

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Wie stark belastet die E-Mobilität das Stromnetz? Antworten auf diese Frage soll ein Feldversuch des Regionalmanagements liefern. Der Auftakt dazu fand jetzt in Baunatal statt.
Wie stark belastet die E-Mobilität das Stromnetz? Antworten auf diese Frage soll ein Feldversuch des Regionalmanagements liefern. Der Auftakt dazu fand jetzt in Baunatal statt. © Julian Stratenschulte/dpa

Auf den Straßen rollen immer mehr Elektroautos. Zum Laden der Batterien entstehen parallel dazu Ladepunkte – in Kommunen, an Privathäusern und im Umfeld von Firmen. Am VW-Werk in Baunatal sind es allein über 400 Stationen.

Baunatal – Doch wann wird geladen und wie häufig? Und vor allem, wie wirkt sich das Ladeverhalten auf die Stromnetze aus? Um genau hier Antworten zu bekommen, hat das Regionalmanagement Nordhessen einen Feldtest gestartet. Dazu werden insgesamt 125 E-Auto-Fahrer aus der Region um Baunatal gesucht.

In Diskussionen um die Elektromobilität spielt immer auch die damit verbundene Belastung der Stromnetze eine Rolle.

„Wir wollen das nicht nur in der Theorie machen, sondern auch in der Praxis“, sagt Regionalmanager Kai-Georg Bachmann zum Auftakt des bundesweiten Projektes mit dem Namen „unite2 – ein Reallabor für vernetzte E-Mobilität“.

Ab sofort können sich laut Bachmann Elektroauto-Fahrer für die Studie anmelden. 70 bis 100 Euro bekomme ein Teilnehmer pro Monat fürs Mitmachen. Das Feldtestgebiet, so der Regionalmanager, sei bewusst um das Umspannwerk des Energieversorgers EAM in Baunatal gelegt worden. Damit haben die Initiatoren nämlich einen eingegrenzten Netzbereich. Die EAM ist wie auch das VW-Werk Kassel in Baunatal ein Partner der Untersuchung in Nordhessen. „Mit dem Projekt wollen wir die Transformation der Energiesysteme in Nordhessen vorantreiben“, erklärt Bachmann weiter. Das Stromnetz solle den Anforderungen entsprechend angepasst und gegebenenfalls ausgebaut werden, heißt es. Die EAM sei bereits kräftig dabei, die Netze umzubauen, erläutert zum Auftakt EAM-Vorstand Hans-Hinrich Schriever. Unterstützer ist auch die Uni Kassel, die den Feldtest mit konzipiert hat. Sie begleitet diesen jetzt weiter aus wissenschaftlicher Perspektive. Insgesamt sind in Deutschland 29 Partner aus der Automobil- und Energiewirtschaft vertreten. Nordhessen sei – unter anderem durch die Anbieter von E-Mobilität Volkswagen und dem Mercedes-Achswerk ganz vorne mit dabei, betont Bachmann.

Bis Februar können sich Interessenten im Internet unter unit-e2-nordhessen.de registrieren, ausgeschlossen sind allerdings Fahrer von Hybridfahrzeugen. Unter anderem wollen die Organisatoren die Allgemeinheit noch in örtlichen Info-Veranstaltungen über die Untersuchung informieren. (Sven Kühling)

Sie wollen die E-Mobilität in der Region voranbringen: Regionalmanager Kai-Georg Bachmann (von links), Ute Clement, Uni Kassel, Baunatals Bürgermeisterin Manuela Strube, EAM-Geschäftsführer Hans-Hinrich Schriever, VW-Personalleiter Stefan Kreher und EAM-Geschäftsführer Netz Jörg Hartmann.
Sie wollen die E-Mobilität in der Region voranbringen: Regionalmanager Kai-Georg Bachmann (von links), Ute Clement, Uni Kassel, Baunatals Bürgermeisterin Manuela Strube, EAM-Geschäftsführer Hans-Hinrich Schriever, VW-Personalleiter Stefan Kreher und EAM-Geschäftsführer Netz Jörg Hartmann. © Sven Kühling

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