Baunataler Bad bleibt geöffnet

Weniger Besucher im Aqua-Park

Badespaß im Aquapark gibt es nur mit gültigen Impf- oder Genesenen-Nachweis: Corinna Paukstat kontrolliert das Zertifikat auf dem Smartphone von Kerstin Hembd.
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Badespaß gibt es nur mit gültigen Impf- oder Genesenen-Nachweis: Corinna Paukstat kontrolliert das Zertifikat auf dem Smartphone von Kerstin Hembd. Die Kasselerin ist dankbar, dass der Aqua-Park weiterhin geöffnet bleibt.

Die Pandemie und die lange Zeit der Sanierungsarbeiten haben im Aqua-Park Spuren hinterlassen. Die Besucherzahlen sind drastisch gesunken. Inwieweit sich das auf die Höhe des Defizits – welches das Bad ohnehin jedes Jahr schreibt – im laufenden Jahr auswirken wird, dazu könne man noch nichts sagen, heißt es vonseiten der Stadt.

Baunatal – Seit dem 25. November sind die Zugangsregeln wegen der Pandemie im Aqua-Park nochmals verschärft worden. Nur noch Geimpfte und Genesene haben im Rahmen eines Zeitfensters Zutritt. Laut Pressesprecherin Susanne Bräutigam setzt die Stadt einen zusätzlichen Mitarbeiter im Aqua-Park ein, der die Impfzertifikate prüft, um den Besuchern Wartezeiten zu ersparen. Ähnlich ist die Stadt Vellmar mit ihrem Hallenbad verfahren.

Trotz der vermehrten Corona-Hürden und der ständigen Kontrollen für die Einhaltung der Hygiene-Regeln im Bad denke man nicht daran, das Bad zu schließen. „Eine derartige Freizeiteinrichtung ist eine freiwillige Leistung der Kommune und gilt grundlegend als eine wichtige soziale Infrastruktur mit der Aufgabe, Kindern Schwimmkompetenz zu vermitteln“, erklärt Bräutigam dazu.

Zählte das Bad 2019, vor der Pandemie, noch etwa 200 000 Besucher, so waren es im ersten Corona-Jahr nur noch etwa 71 000. Für dieses Jahr rechne man mit ungefähr 40 000 Besuchern, teilte die Pressesprecherin mit. Wegen der Sanierungsarbeiten, unter anderem am Dach, habe man das Bad aber auch erst im September wieder öffnen können. Außerdem habe das Sportbad wegen des schlechten Sommers und der Corona bedingten Zugangsbeschränkungen deutlich weniger Besucher gehabt. Im Aqua-Park dürfen sich maximal 175 Besucher gleichzeitig aufhalten. Vor Corona war der Zugang unbegrenzt.

In 2016 hat die Stadt mit ihrem Aqua-Park einen Fehlbetrag von 2,1 Millionen Euro eingefahren. Ob sich das Defizit allein durch die Corona-Beschränkungen nennenswert erhöhen wird, scheint nicht klar. Denn die Eintrittsgelder decken nur einen kleinen Bruchteil der laufenden Kosten und Abschreibungen ab. Zum Vergleich: Die Stadt Vellmar beziffert auf Anfrage ihr Defizit m Corona-Jahr 2020 auf etwa 750 000 Euro. Ein Jahr davor war der Fehlbetrag mit 796 000 Euro sogar höher. Allerdings schlagen in Vellmar 2020 auch die Einnahmen des wiedereröffneten dortigen Freibads zu Buche.

Einen zusätzlichen Einbruch der Besucherzahlen durch die 2G-Regel habe sie bisher nicht bemerkt, sagt Mitarbeiterin Corinna Paukstat. „In der Vorweihnachtszeit kommen ohnehin weniger Besucher als sonst“, sagt sie. Die Internet-Buchung der Badegäste funktioniere reibungslos. „Ich erhalte nur viel mehr Anrufe von Leuten, die sich vorab über die Zugangsregeln informieren wollen“.

Kerstin Hembd aus Kassel kommt regelmäßig in den Aqua-Park. Dort könne man im Gegensatz um Kasseler Auebad noch bar bezahlen, lobt sie. Auch Badegäste, die spontan ohne Buchung kommen, würden eingelassen, wenn das Bad noch nicht zu voll sei, berichtet Paukstat. Sie kontrolliert auch die Impfzertifikate auf den Handys der Badegäste. (Peter Dilling)

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