Fleißige Bienchen

Baunataler VW-Werk produziert Honig für Mitarbeiter

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Die Honigproduktion im Baunataler VW-Werk läuft auf Hochtouren: 40 000 Bienen gehören zu einem Bienenvolk. Imker Oliver Hohmann zeigt, wie es in den Holzkisten zugeht. 

Das VW-Werk Kassel in Baunatal bringt einen eigenen Honig auf den Markt. 500.000 Bienen produzieren die süße Leckerei - auch für die Umwelt. 

Die Currywurst von VW hat bereits Kult-Status. Auch der Volkswagen-Ketchup hat unzählige Fans. Jetzt will das VW-Werk Kassel in Baunatal noch mit einer weiteren Leckerei bei den Mitarbeitern punkten. In wenigen Tagen soll ein eigener Honig auf Markt kommen und schließlich in allen Betriebsrestaurants des Standortes verkauft werden.

Auf einer Wiese am Original-Teile-Center 5 summt und brummt es seit Ende April gewaltig. Zehn Bienenvölker hat Berufsimker Oliver Hohmann gemeinsam mit den Verantwortlichen des Baunataler Werks angesiedelt. Etwa 40.000 Bienen habe ein Volk, erläutert der Gudensberger. „So kommen wir auf eine knappe halbe Million Bienen hier.“ Und die gelb-schwarzen Insekten waren schon fleißig. 15 bis 30 Kilo Honig habe er pro Volk bereits abgeerntet, sagt Hohmann. „Wir wären im Prinzip startklar. Wenn das Etikett da ist, kann es losgehen.“

„Wir wollten etwas für die Umwelt tun“

Erwin Nehm, Leiter der Betriebsrestaurants im Baunataler Werk, geht jedenfalls davon aus, dass der Honig Mitte Juni auf die Tresen in den Kantinen kommt. Und weil es sich bei der Fabrik um ein Teile bauendes Werk, ein so genanntes Komponenten-Werk, handelt, soll der Honig passend dazu den Namen „Frühstücks-Komponente“ aus Baunatal bekommen.

Noch fehlt das Etikett: Erwin Nehm, Leiter der Betriebsrestaurants im VW-Werk, zeigt die ersten Honiggläser. Die soll es demnächst in allen Kantinen zu kaufen geben. Klicken Sie oben rechts auf das Kreuz, um das gesamte Foto zu sehen. 

„Wir wollten etwas für die Umwelt tun“, nennt Nehm die Motivation für das Bienen-Projekt bei Volkswagen. Mit den Azubis aus der VW-Akademie habe man auf dem Werksgelände zusätzlich Blühwiesen angelegt, erläutert Karsten Roth von der VW-Akademie in Baunatal. „Wir wollen den Jugendlichen zeigen, dass jeder mitmachen kann.“ Imker Oliver Hohmann findet es ganz wichtig, dass solche Blühstreifen angelegt werden. Denn auch er hat festgestellt, dass es immer weniger Insekten in der Natur gibt. Wenn man den Bienen aber Lebensraum schaffe, „dann sind sie auch da“, sagt er.

50 Kilo Honig von Frühjahr bis Sommer 

Möglicherweise arbeiten die Bienen ja so zuverlässig, wie es schon der legendäre VW-Käfer laut Werbeslogan getan hat, und der Honig „läuft und läuft und läuft“. Oliver Hohmann geht zumindest davon aus, dass von Frühjahr bis Spätsommer etwa 50 Kilo Honig zusammenkommen – „je nach Wetter“. Und wenn es bei den Mitarbeitern mehr Bedarf gebe, dann sei es kein Problem, weitere Bienenvölker oben am Ersatzteilzentrum 5 anzusiedeln.

Dennoch: Während die Currywurst von VW tatsächlich eine eigene Ersatzteilnummer im VW-Konzern hat und über das internationale Teilegeschäft zu bestellen ist, wird das mit dem Honig nicht so sein. Schließlich, so erläutert Erwin Nehm, werde die Currywurst ja von VW-Mitarbeitern produziert. Und beim Honig sind es die fleißigen Bienchen.

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