Götel stellt erste Hausanschlüsse her – Netzbau soll noch in 2021 beginnen

Baustart für Glasfaser in Sandershausen

Baustart am Dachsacker in Sandershausen.
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Baustart am Dachsacker in Sandershausen: Das Haus mit der Nummer 21 wird den ersten Hausanschluss für das schnelle Glasfaser-Internet durch die Götel bekommen. Beim Baustart dabei waren (von links) Götel-Vertriebsmanager Markus Schaumburg, Mario Jautz von der Initiative Glasfaser für Niestetal, Bauleiter Orhan Süzük, Thorsten Herzer, ebenfalls von der Initiative Glasfaser für Niestetal, und Bürgermeister Marcel Brückmann.

Die Götel hat mit dem Glasfaserausbau in Niestetal-Sandershausen begonnen. So werden nun die ersten Hausanschlüsse zunächst entlang der Straße Dachsgraben im Norden des Ortsteils gelegt. Geplant ist, in den nächsten Tagen und Wochen bis zu 120 weitere Hausanschlüsse in Sandershausen herzustellen.

Niestetal – Wohlgemerkt: Damit sind die Haushalte noch nicht an ein Glasfasernetz angeschlossen. Denn das muss erst noch gebaut werden. „Damit fangen wir an, sobald wir den vollständigen Förderbescheid in den Händen halten“, sagt Götel-Vertriebsmanager Markus Schaumburg. Laut Angaben des Landkreises könnte dieser Bescheid noch in diesem Monat vorliegen.

Beim Bau der Hausanschlüsse ginge es zunächst darum, ein Leerrohr für das spätere Glasfaserkabel vom Gehweg durch den Garten bis hin zum Haus zu legen. Auch werde ein Loch durch die Hauswand gebohrt, um das Leerrohr bis zum zuvor vereinbarten Übergabepunkt im Keller verlegen zu können.

„Das ist zunächst alles“, sagt Schaumburg. Alle weitere Technik wie das Glasfaserkabel mitsamt Übergangspunkt, Fiber-Twist (Digital-Analog-Wandler) sowie Router (Verteiler zum Anschluss der Endgeräte) im Haus folge später, wenn das Glasfasernetz in den Straßen so gut wie fertig ist. „So lange wir aber noch auf den Föderbescheid warten, arbeiten wir rein privatwirtschaftlich und außerhalb der Förderbereiche in Sandershausen“, sagt Schaumburg.

Parallel zum Bau der ersten Hausanschlüsse werde die Götel weiter auf Kundenakquise von Tür zu Tür setzen. „Wenn jetzt zum Beispiel Anwohner im Dachsgraben noch keinen Internetvertrag mit der Götel angeschlossen haben, werden wir dort noch einmal gezielt für einen Vertragsabschluss werben“, sagt Schaumburg. Das sei dann noch einmal eine letzte Chance, um einen Hausanschluss kostenlos zu bekommen. „Alle, die sich erst später für Glasfaser entscheiden, müssen dann mit Anschlusskosten zwischen 2500 bis 4000 Euro rechnen“.

Auch Bürgermeister Marcel Brückmann (SPD) betonte: „Das sollten sich die Anwohner nicht nur im Graben, sondern in ganz Sandershausen wirklich noch einmal gut überlegen, bevor sie die eigenen Erben oder die Nachbesitzer des Hauses diese Zeche zahlen lassen“.

Noch in diesem Jahr will die Götel mit dem Tiefbau in Sandershausen beginnen. Gebaut werde von Straße zu Straße, „wir fangen da an, wo der Schuh am meisten drückt“, sagt Schaumburg. „Allerdings werden wir es in diesem Jahr nicht mehr schaffen, die ersten Haushalte ans Glasfaserkabel anzuschließen.“ Damit könne im Frühjahr oder Frühsommer 2022 gerechnet werden. „Wir planen, ganz Sandershausen bis Mitte 2023 angeschlossen zu haben.“

Von Boris Naumann

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