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Becken in Niestetal werden kühler

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Von: Boris Naumann, Alia Diana Shuhaiber, Sven Kühling, Michaela Pflug

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Ob das Wichtelbrunnenbad in Niestetal in dieser Hallenbad-Saison ein letztes mal öffnet, darüber entscheiden die Gemeindevertreter am 29. September.
Ob das Wichtelbrunnenbad in Niestetal in dieser Hallenbad-Saison ein letztes mal öffnet, darüber entscheiden die Gemeindevertreter am 29. September. © Andreas Fischer

Am 29. September wird entschieden, ob das Wichtelbrunnenbad in Niestetal in der Hallenbad-Saison ein letztes Mal öffnet

Kreis Kassel – Die Kommunen im Landkreis reagieren auf die Energiekrise. Das hat auch Einfluss auf die Hallenbäder. Dort wird es kühler, das Wasser soll weniger aufgeheizt werden. In Niestetal wird sogar erwogen, dass das Wichtelbrunnenbad geschlossen bleibt.

Diskussion darüber, ob das alte marode Bad noch einmal öffnen soll zur Herbst-/Winter-Saison

Niestetal

Das Niestetaler Hallenbad wird mit Gas beheizt und eigentlich immer zur Herbst-/Winter-Saison geöffnet. Angesichts der Energiekrise war die Wassertemperatur im Wichtelbrunnenbad bereits im April von 30 Grad auf 28 Grad gesenkt worden.

Jetzt wird darüber diskutiert, ob das alte und marode Bad überhaupt noch einmal öffnen soll. Denn in Niesetal wird derzeit ein neues Hallenbad gebaut, dass mit gasunabhängiger Fernwärme beheizt wird. Dieses soll spätestens zur Herbst-/Winter-Saison 2023 eröffnen. Insofern sei es vertretbar, wenn bis dahin das Wichtelbrunnenbad aus Gründen der Energieeinsparung geschlossen bleibe, argumentiert die CDU-Fraktion. Darüber wird am 29. September in der Gemeindevertretung ein Beschluss gefasst.

Wegen dieser noch ausstehenden Entscheidung wird die Saison 2022 für das Wichtelbrunnenbad ohnehin erst einige Wochen nach dem 1. Oktober beginnen können. Der Grund: Würde die Gemeindevertretung am 29. September einer Schließung zustimmen, hätte die Gemeinde das Bad zum Saisonstart am 1. Oktober über viele Tage lang und mit großem Energie- und Kostenaufwand umsonst hochgefahren.

Die Stadtverwaltung hat Maßnahmen getroffen, um den Energieverbrauch zu reduzieren

Vellmar

Das Hallenbad in Vellmar ist seit der vergangenen Woche wieder geöffnet. Allerdings hat die Stadtverwaltung Maßnahmen getroffen, um den Energieverbrauch zu reduzieren. „Wir haben die Wassertemperatur um zwei Grad gesenkt“, sagt Bürgermeister Manfred Ludewig auf Anfrage. Im Schwimmerbecken wurde die Temperatur auf 26 Grad Celsius, im Lehrschwimmbecken und Babyplanschbecken auf 29 Grad Celsius abgesenkt. Das Hallenbad wird über ein gemeinsam mit der Ahnatal-Schule genutztes Blockheizkraftwerk mit Energie versorgt.

Die Lehrschwimmbecken sind befüllt und werden weiter betrieben, doch Energie soll gespart werden

Landkreis

Auch der Landkreis hat in seinen Immobilien Bäder – in der Jugendburg und Sportbildungsstätte Sensenstein und an der Regenbogenschule in Lohfelden. „Diese Lehrschwimmbecken sind befüllt und werden weiter betrieben“, sagt Kreissprecher Harald Kühlborn. Denn sie spielten beim Schwimmen lernen im Schulunterricht eine wichtige Rolle. Doch auch der Landkreis will Energie sparen.

Die Wassertemperatur der beiden Bäder werde statt auf die üblichen 30 auf 29 Grad geheizt, erklärt Kühlborn. Da während der Instruktionen viel gestanden werde, wolle man die Temperatur nicht weiter senken. In Nieste wird mit Holzpellets geheizt, in Lohfelden mit Gas. Um die Nutzung durch Vereine wie die DLRG weiter zu ermöglichen, würden auch die Öffnungszeiten nicht eingeschränkt.

Weitgehende Umstellung der Beleuchtung auf LED-Technik

Baunatal

Der Aqua-Park in Baunatal bleibt geöffnet. Eine Absenkung der Wassertemperatur werde gerade geprüft, sagt Stadtsprecherin Susanne Bräutigam. Den Sommer über sei das Bad wegen des starken Lichteinfalls komplett ohne zusätzliche Heizung ausgekommen. Zum Heizen der Räume und des Wassers wird Fernwärme aus dem VW-Kraftwerk (Erdgas) und Wärme aus dem Blockheizkraftwerk der EAM Energie Plus (Bio-Erdgas) verwandt.

Als weitere Schritte nennt die Sprecherin die weitgehende Umstellung der Beleuchtung auf LED-Technik. Außerdem werde eine Verkürzung der Intervalle bei den Duschen geprüft. Generell erarbeite der Fachbereich Sport für die Vereine ein Maßnahmenpaket. Dieses soll den städtischen Gremien im Oktober vorgelegt werden.  bon/sok/alh/mia

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