Bergshäuser Brücke

Mehr Krach als vor der Sanierung: Bergshäuser gründen Bürgerinitiative gegen Brücken-Lärm

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Lärm über den Dächern ist den Anwohnern ein Dorn im Auge: Seit den Sanierungsmaßnahmen an der Bergshäuser Brücke werden immer wieder Beschwerden laut. Anwohner wollen nun als Bürgerinitiative dagegen kämpfen.

Seit der Sanierung der Bergshäuser Brücke kämpfen Anwohner mit mehr Lärm als zuvor. Unter dem Motto „Ruhe über Bergshausen“ haben Betroffene nun eine Bürgerinitiative (BI) gegründet.

Das Interesse war da: Über hundert Bürger füllten am Mittwochabend den Bürgersaal in Bergshausen zum Gründungstermin. Initiator Joachim Gries stellte die Forderungen der BI vor: Eine dauerhafte Geschwindigkeitsbegrenzung von Tempo 60, Radarkontrollen, die das überwachen und eine Langzeitmessung von Lärm- und Staub-Emissionen. Gries nennt das den Plan A und hofft auf Sofortmaßnahmen.

Längerfristig will die Gruppe Einfluss darauf nehmen, dass die 700 Meter lange Stahlbrücke, die nach bisherigem Stand noch bis 2028 genutzt werden kann, nach Süden verschoben wird und damit nicht mehr die Häuser der Anwohner überspannt.

Die Planungsgesellschaft Deges prüft zur Zeit die Varianten eines Neubaus der Bergshäuser Brücke. Bis Ende des Jahres ist mit einer Entscheidung zu rechnen, ob die neue Brücke über die aktuelle Trasse führt oder nach Süden verschoben wird. Auf diese Antwort hoffen Gries und seine Mitstreiter.

Bergshäuser Brücke: Zufrieden mit Resonanz zur Bürgerinitiative

Beim Termin mit Hessen Mobil Anfang September habe man mit Anwohnern und Experten ermittelt, an welchen Stellen Lärm entsteht und wo die Behörde baulich nachprüfen und gegebenenfalls nachbessern kann. Eine Bilanz soll laut Hessen Mobil gemeinsam im Dezember gezogen werden. Sieben BI-Mitglieder sollen nun als Kerngruppe am Thema bleiben. Per Handzeichen bestätigten die Bürger die Wahl der Mitglieder. Auf die Gründung eines Vereins habe man wegen des aufwendigen Prozesses verzichtet, so Gries.

In der anschließenden Fragerunde meldete sich auch Dieter Fischer, der gegen den A7-Lärm in Guxhagen kämpft. Er lud die gegründete BI zum nächsten Treffen eines Aktionsbündnisses gegen Autobahnlärm ein und bot an, mit seinem Wissen und seinen Erfahrungen zu helfen.

Joachim Gries war zufrieden mit der Resonanz. Fast alle Besucher hatten sich auf die Teilnehmerliste eingetragen. „Wenn wir weiter machen wollen, brauchen wir diese Unterstützung“. Etwas enttäuscht war Gries darüber, dass keine jungen Bürger gekommen waren. Denn die betreffe der Lärm in Zukunft ja noch mehr.

Der Lärm, der durch den Verkehr auf der Brücke verursacht wird, ist laut Anwohnern nun noch viel schlimmer geworden. Dies beklagten sie bereits im Juli. 

Kontakt: Joachim Gries, E-Mail bernd_joachim@web.de

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