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Betreutes Wohnen in Dörnhagen: Ab Februar wird zweiter Gebäudekomplex gebaut

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Von: Theresa Novak

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29 Wohnungen gibt es schon an der Dennhäuser Straße in Dörnhagen, 22 weitere sollen auf dem Grundstück zwischen dem Awo-Gebäude und der Tischlerei Günther entstehen.
29 Wohnungen gibt es schon an der Dennhäuser Straße in Dörnhagen, 22 weitere sollen auf dem Grundstück zwischen dem Awo-Gebäude und der Tischlerei Günther entstehen. © Theresa Novak

Ein weiteres Gebäude mit seniorengerechten Wohnungen soll ab Februar neben das bereits bestehende in Dörnhagen gebaut werden - mitsamt Sozialstation und Arztpraxis.

Fuldabrück – Nochmal 22 seniorengerechte Wohnungen werden auf dem Grundstück zwischen dem Gebäudekomplex für betreutes Wohnen und der Tischlerei Günther in Dörnhagen entstehen. Auf dem insgesamt 5000 Quadratmeter großen Grundstück befinden sich bereits 29 Wohnungen, die zum Teil rollstuhlgerecht und alle barrierefrei sind. Der Investors ist die KVK (Kommunale Versorgungskasse Kurhessen-Waldeck), verwaltet werden die Wohnungen von der Awo.

Neben der Barrierefreiheit gehört zum Konzept nämlich auch die Möglichkeit, Betreuungs- und Pflegeleistungen in Anspruch zu nehmen, je nachdem, wo und wie viel Hilfe die jeweiligen Bewohner im Alltag brauchen. Die Wohnanlage befindet sich außerdem in fußläufiger Nachbarschaft zum Altenzentrum in Dörnhagen. Im Februar sollen die Bauarbeiten für den zweiten Gebäudekomplex starten, sagt der Direktor der KVK, Hans Petek. Etwa eineinhalb Jahre später, im Sommer 2024, soll das meiste fertig sein.

Im Gebäude werden nicht nur neue Wohnungen entstehen. Auch die Sozialstation – früher unter dem Dach der Gemeinde, jetzt übernommen von der Awo – und eine Hausarztpraxis kommen in den Räumlichkeiten unter. Die Arztpraxis, die heute in der Heiligenbergstraße in Dörnhagen zu finden ist, zieht dann um. „Wohnungen, Ärzte und eine Sozialstation unter einem Dach, das hat schon eine besondere Qualität“, sagt Petek.

Schon von Anfang an sei geplant gewesen, zwei gleich große Gebäude nebeneinander am Standort Dörnhagen zu errichten, doch wollten die Beteiligten erst abwarten, wie groß die Nachfrage nach betreutem Wohnen in Dörnhagen und Umgebung ist. „Die Wohnungen konnten alle zeitnah vermietet werden. Das hat unser Vorhaben, weitere Wohnungen zu bauen, natürlich unterstützt“, sagt Petek.

Die explodierenden Baukosten und die Materialknappheit hätten die Pläne, schon im vergangenen Jahr mit dem Bau des zweiten Gebäudes zu beginnen, verzögert. Wie hoch die Kosten am Ende insgesamt sein werden, „kann ich wegen der aktuellen Situation in der Baubranche und der Inflation nicht sagen“, erklärt Petek. Klar sei, dass die Kostenschätzungen „gründlich überarbeitet werden müssen“. Zum jetzigen Zeitpunkt eine Zahl zu nennen, mache deshalb keinen Sinn. „Wir befinden uns außerdem noch in der Ausschreibungsphase.“

Am Ende müsse aber zu „relativ vernünftigen“ Preisen gebaut werden, damit auch die Mietpreise noch interessant für die Zielgruppe seien und zum Angebot passten. „Die Wohnungen müssen bezahlbar sein“, sagt Petek. Die Awo als Vermieterin kann „zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Angaben zum Mietpreis machen“, sagt Pressesprecherin Sigrid Wieder.

Fuldabrücks Bürgermeister Dieter Lengemann ist froh, dass weiterer Wohnraum in Fuldabrück geschaffen wird, mit Sozialstation und Arztpraxis. „Das ist ein tolles Angebot für ältere und körperlich eingeschränkte Menschen.“ Da es im Ortsteil Dennhausen/Dittershausen keinen Hausarzt mehr gibt und viele Patienten auf die Ärzte in Dörnhagen ausweichen mussten, sei auch der Standort genau der richtige. Denn direkt neben dem Gebäude befindet sich eine Bushaltestelle.

Die Wohnungen für Einzelpersonen im ersten Gebäudekomplex sind zwischen 47 und 87 Quadratmeter groß. Die Kaltmiete lag bei einer Anfrage im vergangenen Jahr zwischen 460 und 850 Euro, je nach Größe.

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