Gemeinsam gegen das Virus

Solidarität in Zeiten von Corona

Hamsterkäufe in Zeiten von Corona, geschlossene Schulen, Kinderbetreuungen und das Pausieren des öffentlichen Lebens führen auch zu Solidarität. 

  • Menschen aus Risikogruppen brauchen Hilfe während Quarantäne.
  • Helfer sollten auf Hygieneregeln achten.
  • Wer im Home-Office arbeitet, sollte dem Tag eine Struktur geben.

Klopapier, Nudeln und vieles mehr landet bei vielen auf Vorrat im Einkaufswagen. Doch wer denkt an diejenige, die nicht mehr selbst einkaufen gehen können? Nachbarschaftshilfen werden initiiert und im Hausflur hängen viele jüngere Leute Zettel mit Hilfsangeboten auf. Doch was ist dabei zu beachten und wie schaffen wir es, dass uns zu Hause nicht die Decke auf den Kopf fällt - damit haben wir uns beschäftigt:

Corona in Kassel: Bei wem macht es Sinn, Hilfe anzubieten?

Das macht speziell bei Menschen aus Risikogruppen oder denen, die sich in Quarantäne befinden Sinn. Wichtig ist dabei aber immer die Hygienebestimmungen zu berücksichtigen. 

Corona in Kassel: Was heißt das genau? 

Es sollte auf persönlichen Kontakt verzichtet werden. Ein Abstand von etwa zwei Metern sollte stets eingehalten werden, ebenso wie die Husten- und Nies-Etikette. Einkäufe - also Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs - können in einer Einwegverpackung, wie einem Karton, vor der Tür platziert werden, rät Gisela Prellwitz, Pressesprecherin vom Deutschen Roten Kreuz (DRK). Die Verpackung solle zudem nach einmaliger Nutzung sicherheitshalber entsorgt werden. 

Corona in Kassel: Wer kann helfen? 

Natürlich sollten nur gesunde Personen ihre Hilfe anbieten – Familie, Nachbarn und Bekannte. Gesundheitlich angeschlagene Personen sollten sich hingegen zurückhalten, wenn es um das Anbieten von Besorgungen geht. 

 

Einkäufe und Besorgungen erledigen, sind eine Möglichkeit. Doch auch sozialer Kontakt sei wichtig, heißt es vom DRK. Und dafür ist kein Treffen nötig. Stattdessen – und das können auch Erkrankte: Zum Telefonieren und zum Video-Chat verabreden, E-Mails oder Nachrichten über das Smartphone schreiben. 

Corona in Kassel: Sind Hilfsangebote auch immer sicher? 

Betrugsversuche könne man nicht ausschließen, sagt Ulrike Schaake vom Polizeipräsidium Nordhessen. Das solle jedoch keines Falls dazu führen, Hilfe auszuschlagen. Wer an der Ehrlichkeit des Hilfsangebots zweifele, könne sich immer an die Polizei wenden, sagt Schaake. Tipp: Die Menschen sollten nicht in die Wohnung gelassen werden – das deckt sich übrigens auch mit den Hygienehinweisen.

Corona in Kassel: Sind Hamsterkäufe nötig? 

Nein, sind sie nicht, heißt es von Edeka Hessenring. Denn Supermärkte gehören zu den für die Versorgung notwendigen Einrichtungen und daher werde alles getan, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Eine Schließung bedeute auch immer, dass Kunden zum Einkaufen in Nachbarorte fahren müssten. Und das soll aktuell ja auf jeden Fall vermieden werden. 

Corona in Kassel: Wo können sich Risikogruppen außerdem Hilfe holen? 

Geht es um Medikamente, dann sollen Patienten auf den Botendienst der Apotheken zurückgreifen, sagt die Landesapothekerkammer Hessen. Auf keinen Fall solle auf die Einnahme verzichtet werden. Besser sei es, in telefonischer Rücksprache mit dem Arzt die notwendigen Verschreibungen anzumelden und dann den Botendienst der Apotheken zu nutzen. Im Notfall solle zudem niemand zögern, ärztliche Hilfe anzufordern, rät das DRK. Sei es beim Hausarzt, dem Notruf (112) oder beim ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117

Wie können Gesunde mit der Situation umgehen? 

Dem Tag eine feste Struktur geben, jedem Familienmitglied Privatsphäre zugestehen aber auch für gemeinsame Aktivitäten sorgen, wie etwa Spiele spielen, sich gegenseitig vorlesen oder gemeinsam fernsehen, empfiehlt das DRK all jenen, die von Home-Office, Schulschließungen und den Sicherheitsmaßnahmen betroffen sind. Denn auch gesunde Menschen müssen psychisch und physisch diesen Ausnahmezustand überstehen, sagt Prellwitz. 

So sollten Arbeitsplatz und Privatleben nicht nur räumlich getrennt werden, sondern auch feste Zeiten eingerichtet werden. Auch fixe Zeiten für gemeinsame Mahlzeiten geben dem Tag Struktur. Außerdem empfiehlt Prellwitz, sich in den eigenen Räumen mit Gymnastik- oder Kraftübungen sportlich zu betätigen und für Frischluft zu sorgen.

Die Coronavirus-Pandemie schränkt auch das öffentliche Leben in Kassel immer stärker ein. Nicht nur das Coronavirus verbreitet sich immer schneller. Das Gleiche gilt für Fakenews im Netz.

Von Hanna Maiterth

Rubriklistenbild: © Peter Steffen/dpa

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