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Der Kita-Anbau in Elgershausen bald fertiggestellt

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Von: Peter Dilling

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Innenausbau: Elektriker Djavid Ahmadi von der Elgershäuser Firma Neumann bereitet die Verlegung von Stromleitungen vor, Jan Spangenberg (rechts) von der Kasseler Heizungsbaufirma Gebhardt installiert Verteiler für die Fußbodenheizung. Bürgermeister Michael Plätzer (hinten links) hofft, dass sich der Zeitplan einhalten lässt.
Innenausbau: Elektriker Djavid Ahmadi von der Elgershäuser Firma Neumann bereitet die Verlegung von Stromleitungen vor, Jan Spangenberg (rechts) von der Kasseler Heizungsbaufirma Gebhardt installiert Verteiler für die Fußbodenheizung. Bürgermeister Michael Plätzer (hinten links) hofft, dass sich der Zeitplan einhalten lässt. © peter dilling

Der Kita-Anbau in Elgershausen bald fertig. Aktuell werden Restarbeiten ausgeführt. Bauarbeiten sollen im Oktober abgeschlossen sein.

Schauenburg – Lieferengpässe, steigende Kosten, Verzögerungen am Bau: Diese Probleme, mit denen momentan viele Projekte wegen der allgemeinen Weltlage zu kämpfen haben, haben die Baustelle des Anbaus der Kindertagesstätte „Hirzsteinzwerge“ nicht so heftig gebremst wie befürchtet. So klingt zumindest Bürgermeister Michael Plätzer (SPD), wenn er Zwischenbilanz zieht. Der zweigeschossige Rohbau mit Kellerräumen steht, die Fenster sind drin, ein Großteil der Elektrik auch. Statt des angepeilten Einweihungstermins im September wird es nun wohl Mitte Oktober werden. „Das ist ein realistisches Ziel, es darf aber nicht viel dazwischenkommen“, sagt der Verwaltungschef. Der Kostenanstieg halte sich – gemessen an der allgemein hohen Teuerungsrate – noch in Grenzen. Statt der kalkulierten rund 2,3 Millionen Euro wird der Kita-Anbau wahrscheinlich 2,6 Millionen kosten.

Der Bau sei dennoch eine herausfordernde Aufgabe, sagt Plätzer. Angesichts steigender Nachfrage nach Kita-Plätzen musste die Raum-Planung für den Anbau kurzfristig von drei auf vier altersübergreifende Kita-Gruppen erweitert werden. Der Planänderung ist die ursprünglich vorgesehene Dachterrasse zum Opfer gefallen. Die Fotovoltaik soll wie geplant auf dem dann eingegrünten Dach installiert werden.

Die für den Anbau reservierte Eingangstür aus Aluminium fehlt wegen Lieferproblemen noch. Und die Ausschreibung für das Malergewerk werde gerade wiederholt, weil im ersten Durchgang nur ein Angebot eingegangen sei, berichtet Plätzer. Momentan arbeiten Trocken- und Heizungsbauer, Putzer und Elektrotechniker unter Hochdruck in den vier Gruppenräumen, den Schlafraum, den Sanitärräumen, der offenen Küche und dem auch als Spieloase genutzten großen Flur.

Zuletzt wird die Fassade verputzt werden. Ein Garten wird angelegt und Parkplätze werden befestigt. Die entsprechenden Ausschreibungen würden gerade vorbereitet, sagt der Verwaltungschef. Altbau und Anbau sind durch einen Gang miteinander verbunden.

Im Altbau ist bereits eine neue, größere Gasheizung installiert worden, die auch die Fußbodenheizung des Anbaus mit Wärme versorgen wird. Bei der Planung habe man noch nicht wissen können, dass es mit der Erdgasversorgung wegen des Ukraine-Kriegs eng werden könnte, erklärt Plätzer.

Nach der Inbetriebnahme des Anbaus wird die Kita Platz für insgesamt acht Gruppen bieten. Bis Mai kommenden Jahres dürften diese schon voll ausgebucht sein, schätzt Plätzer. Derzeit betrage die Wartezeit für einen Kita-Platz drei Monate, eine Warteliste gebe es nicht. Nach Fertigstellung des Anbaus warte schon die nächste Herausforderung. Für die in die Jahre gekommene Kita „Kleine Bären“ in Elgershausen müsse ein Ersatzneubau her. In den vergangenen fünf Jahren habe die Gemeinde ihre Kitas von 15 auf 25 Gruppen erweitert.

Die Kosten für das aktuelle Projekt muss die Gemeinde erst einmal allein stemmen. Für die Schaffung von drei Gruppen habe man Zuschüsse von insgesamt 750 000 Euro beantragt. Ein Bescheid liege aber noch nicht vor. Für die nachgeschobene vierte Gruppe versuche man nun ebenfalls, einen Zuschuss zu erhalten.

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